Sound Art: Kunst zum Hören
PolyViola - ungewöhnliches Instrument
MUT NAQ FO MUS (IC) - Berlin, 1-8 von Ahad aka Zsolt Sörés
19. Februar 2026, 23:03
Das Stück wurde in Form eines Live-Studio-Konzerts von Ahad alias Zsolt Sörés in Stereo aufgenommen. Nur der Gesang wurde nachträglich hinzugefügt. Die Aufnahme entstand 2025 im Berlintune Studio.Toningenieur, Mix: Hilary Jeffery. Schnitt, Mastering: Ahad alias Zsolt S?rés
Zsolt Sörés Kompositionsreihe mit dem Titel MUT NAQ FO MUS (IC) basiert auf der Analogie der Quantenmechanik der Übergänge zwischen Energieniveaus. Der Künstler versucht die instabile Beziehung zwischen anthropischer Abstimmung und Quantenrealität in einem speziellen übergeordneten Klangprozess zu veranschaulichen.
Die offizielle internationale Premiere von MUT NAQ FO MUS (IC) fand am 29. September 2024 beim ersten Konzert des 68. Internationalen Festivals für zeitgenössische Musik - Venice Music Biennale "Solo Electronics"-Reihe statt.
In diesem 8-teiligen Werk, MUT NAQ FO MUS (IC) - Berlin, wollte Ahad die klangliche Komplexität und Flexibilität der Version 0.1 der fünfsaitigen PolyViola präsentieren. Die PolyViola ist ein auf der Bratsche basierendes elektronisches Instrument. Dieses wurde 2024 von Sukandar Kartadinata, einem in Berlin ansässigen Ingenieur, der polyphone experimentelle Soundsysteme entwickelt, speziell für Zsolt Sörés gebaut.
Die verwendete Brückentechnik ZETA weist jeder Saite einen separaten Tonabnehmer zu, wodurch die Polyphonie äußerst reichhaltig und voll klingt. Darüber hinaus kann der Zuhörer das Zusammenspiel aller drei Ebenen des Instruments hören: die Multi-Effekte und MIDI, die Licht-, Berührungs- und Bewegungssensoren sowie das modulare System.
Das Instrumentensystem PolyViola ermöglicht es, die akustischen Eigenschaften des Instruments so sensibel wie möglich zu nutzen. Ziel ist es, die Natur der Klänge in beispielloser Detailgenauigkeit durch die Felder der empfindlichsten Supermikrotonalstruktur zu untersuchen und dabei Analogien zu Eigenschaften der Quantenphysik zu entdecken.
Die polyphonen Möglichkeiten des Instruments sind äußerst vielfältig und ermöglichen es, die Meta-Natur von Klängen während der Improvisation zu erforschen. Dieser Prozess beinhaltet die Erkenntnis, dass Klänge tatsächlich Teilchen sind.
