Kulturjournal
"Militantropos" ++ Yevgeniy Breyger
4 Jahre Angriffskrieg: "Militantropos"
"hallo niemand. Roadtrip in Versen"
23. Februar 2026, 17:09
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"Militantropos" Kinodoku über Kriegsalltag
Vor vier Jahren startete Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Mittlerweile ist die mediale Berichterstattung darüber bei uns erschreckend alltäglich geworden. Für die Menschen in der Ukraine ist der Krieg zum Alltag geworden. Und genau den dokumentiert der Film "Militantropos". Die Dokumentation ist eine österreichisch-französisch-ukrainische Co-Produktion, realisiert von einem Kollektiv aus drei Regisseuren und drei Kameramännern. Weltpremiere hatte der Film bereits 2025 in der unabhängigen Nebenreihe "Quinzaine" des Cannes Filmfestivals. Diese Woche startet "Militantropos" in den heimischen Kinos.
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Yevgeniy Breyger über "hallo niemand"
Mit Lyrikbänden wie "Flüchtige Monde" oder "Frieden ohne Krieg" hat Yevgeniy Breyger einen ganz neuen Sound in die deutschsprachige Gegenwartslyrik gebracht. Geboren wurde Breyger 1989 in Charkiw, als sogenannter jüdischer Kontingentflüchtling kam er mit zehn Jahren und zusammen mit seinen Eltern Ende der 1990er-Jahre nach Deutschland, mittlerweile lebt er in Wien und unterrichtet am Institut für Sprachkunst an der Angewandten. Gerade ist ein neues Langgedicht von ihm im Suhrkamp-Verlag erschienen: "hallo niemand. Roadtrip in Versen" lautet der Titel. Der Ich-Erzähler erfährt darin gleich zu Beginn eine Persönlichkeitsspaltung und fährt daraufhin mit seinem seltsamen Alter Ego quer durch Deutschland und Österreich. Welche Bedeutung klassische Lyrikformen für ihn haben und welche Rolle T.S. Eliot und Heinrich Heine in seiner lyrischen Gegenwartsanalyse spielen, hat Wolfgang Popp im folgenden Gespräch herauszufinden versucht.
