Sowjetische Soldaten, Kriegsgefangene der deutschen Wehrmacht

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Bestrafte Rückkehr

Wie Kriegsüberlebende in der Sowjetunion verfolgt wurden

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges wurden Millionen sowjetische KZ-Überlebende, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus deutschen Lagern befreit. Aber bei vielen setzte sich die Leidensgeschichte nach der Rückkehr in die UdSSR fort. Denn für die sowjetische Führung unter Josef Stalin standen diese Überlebenden unter dem Generalverdacht der Kollaboration, sie galten als Landesverräter und Volksfeinde. Die Rückkehrer wurden in sogenannten Filtrationslagern interniert und Verhören durch Angehörige des NKWD-Geheimdienstes unterzogen. Auch jene, die nach diesen Verfahren nicht in einen Gulag gesperrt wurden, waren als Bürger zweiter Klasse Jahrzehnte lang mit Schikanen und Diskriminierung konfrontiert. Während heute unter Wladimir Putin der Kult um Stalin als Sieger über NS-Deutschland eine neue Intensität erreicht, ist die Erinnerung an seine Opfer aus dem öffentlichen Gedächtnis Russlands weitgehend getilgt.

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  • Rosemarie Burgstaller