Apropos Klassik

Elegie und Unerbittlichkeit

Die bewegende Klangwelt von Mieczyslaw Weinberg

Zum 30. Todestag von Mieczyslaw Weinberg am 26. Februar erinnert diese Sendung an einen der großen, lange vergessenen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Weinberg, ein Pole jüdischer Herkunft, floh 1939 vor den Nationalsozialisten in die Sowjetunion; seine Familie wurde im Holocaust ermordet. 1943 ließ er sich in Moskau nieder, wo er bis zu seinem Tod lebte. Doch auch dort blieb sein Leben bedroht: 1953 wurde er als angeblicher "Kosmopolit" verhaftet und entging nur knapp dem stalinistischen Terror. Seine Musik erzählt von diesem dramatischen Leben. Seine Kammer- und Orchesterwerke reichen von unerbittlicher Härte bis zu tiefster Zärtlichkeit - mit einer unverwechselbaren Handschrift zwischen jüdischer Tradition, polnischem Erbe und sowjetischer Moderne. Dmitri Schostakowitsch, sein enger Freund und Mentor, erkannte früh Weinbergs Rang und setzte sich mutig für ihn ein.

"Apropos Klassik" geht auf Entdeckungsreise durch Mieczyslaw Weinbergs faszinierendes Oeuvre.

Sendereihe

Gestaltung