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"Spiel des Jahres" - wie arbeitet die Jury?
500 Spiele bewerten: Jurorin Jo France im Portrait
4. März 2026, 15:30
Der deutsche "Spiel des Jahres"-Preis gilt als Oscar unter den Spieleprämierungen. Er wird von einer unabhängigen Jury aus Spielekritikerinnen und Fachjournalisten vergeben. Das bekannte Logo des Vereins auf den Spieleboxen hat großen Einfluss auf den Verkaufserfolg. Seit 2021 ist in der 14-köpfigen "Spiel des Jahres"-Jury auch eine Österreicherin: die in Wien lebende Vorarlbergerin Johanna France, von allen "Jo" genannt. Die 37-Jährige ist die Jüngste im Gremium und das einzige Mitglied, das nicht aus Deutschland kommt. Jo France ist Spielepädagogin in der "Spielebox" in Wien, dem - nach eigenen Angaben - zweitgrößten Gesellschaftsspieleverleih der Welt. Als Jurymitglied werden ihr jährlich sämtliche Brettspielneuerscheinungen am deutschsprachigen Markt zugeschickt, mit rund 500 sind es heuer so viele wie noch nie. Jedes dieser Spiele versucht sie zumindest zweimal zu spielen. Zusätzlich treffen sich die Jurymitglieder, die alle ehrenamtlich arbeiten, mehrmals im Jahr zu dreitägigen Spieletagen, an denen sie die Spiele erneut auf Herz und Nieren prüfen.
Wort der Woche "Regime": Johanna Steiner
Sendereihe
Gestaltung
- Jonathan Scheucher
