Christine Scheucher

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Passagen

Literatur ist der Rede wert!

"Die literarische Soirée" aus dem Litreraturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek mit Lisz Hirn, Florian Baranyi, Bernhard Fetz und Christine Scheucher

Eine prominente Kritiker*innenrunde diskutiert über internationale Neuerscheinungen. Die "Literarische Soirée" bietet Meinungen, Einschätzungen und Lesetipps für Literatur-Aficionados.

Für seine vielstimmigen Einwanderungsgeschichte "Unser Deutschlandmärchen" wurde der deutsch-türkische Autor Dinçer Güçyeter 2023 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Nun wirft der 46jährige Verlagsgründer einen pointierten Blick auf den deutschsprachigen Literaturbetrieb und leuchtet die Klassismen einer ganzen Branche aus. In ihrer Prosa ist jedes Wort präzise gesetzt wie eine Note. Seit Langem gilt Laura Freudenthaler als große neue Stimme am heimischen Literaturparkett. In ihrem aktuellen Roman "Iris" erkundet die Autorin weibliche Körperbilder, die von Gewalterfahrungen geprägt sind. Wo Martin Suter draufsteht, ist Auflage drin. Der Schweizer Erfolgsautor begeistert mit gewitzten Zeitgeistdiagnosen und sprachlichem Tempo. In seinem aktuellen Text befasst sich der Schweizer mit der Welt des real existierenden Turbokapitalismus, wo Manager von einem Bonus zum nächsten hetzen.

In der aktuellen Ausgabe der "Literarischen Soirée" diskutiert Ö1-Moderatorin Christine Scheucher mit der Philosophin Lisz Hirn, dem Kritiker Florian Baranyi und mit Bernhard Fetz, Direktor des Literaturmuseums und Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek.

Die Titel:

Dinçer Güçyeter "Fake-Gucci Jogginghose auf der Lesebühne" (Droschl)

Laura Freudenthaler "Iris" (Jung und Jung)

Martin Suter "Können Sie mich sehen? Die Business Class im Homeoffice." (Diogenes)


Aufgezeichnet am 25.2.2026 im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek.

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