Zeit-Ton extended

Das Black Page Orchestra bei Wien Modern 2025

Gleißende Hitze, eine schrille Pfeife und die befreiende Kraft des Schreis

Auch 2025 fand wieder eines der Konzerte, die das Black Page Orchestra im Wiener Musikverein gestaltet, im Rahmen des Wien Modern Festivals statt. Zwei Stücke - "Halucinatio (II) End of the Work Day" von Jung an Tagen aka Stefan Juster und "For Roughness" von Katharina Ernst feierten an diesem Abend ihre Uraufführung. Der schrille Klang einer Bootsmannspfeife lieferte die Inspiration für das Stück "Halucinatio (II) End of the Work Day", in dem Jung an Tagen otoakustische Emissionen als kompositorisches Gestaltungselement einsetzt. "For Roughness" ist eine musikalische Studie des Schreis, den Katharina Ernst als ein geeignetes Mittel betrachtet, "um auf die Gegenwart zu antworten".

Auf dem Programm standen weiters eine Reihe von österreichischen Erstaufführungen: "Sidra na Nebu s Dijamantima - Rainbow Hoodie" hat Mirela Ivicevic Sona, einem kleinen palästinensischen Mädchen gewidmet, das im Februar 2024 während eines Bombenangriffes auf die Stadt Rafah im Gazastreifen getötet worden ist. In "thermo_doxa" untersucht Zara Ali die Beziehung zwischen heißen Klimazonen und dogmatischen Religionen. In "DW 16.4. SongBook 1.4" zertrümmert Bernhard Lang Popsongs, zu denen er eine starke persönliche Beziehung hat, um sich in den Textsplittern schließlich selbst zu spiegeln. Und Pierre Jodlowski reflektiert in "numbers" auf humorvolle Weise die allgegenwärtige Präsenz von Zahlen in unserer durchdigitalisierten Gesellschaft. Unter anderem.

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