Ö1 Jazznacht

Susanna Ridler über "Greatest Little Hits I + II"

Susanna Ridler im Gespräch; Ingebrigt Håker Flaten (Exit) Knarr beim Jazzfestival Saalfelden 2025; Feministische Stimmen aus der österreichischen Jazzszene zum Internationalen Frauentag

Die österreichische Komponistin, Vokalistin und Produzentin Susanna Ridler veröffentlichte kürzlich "Greatest Little Hits I + II" auf ihrem eigenen Label Electroland Records.
Die Arbeiten sind eine Rückschau auf das 2008 erschienene Debütalbum koe:r und auf die Eigenkompositionen des zweiten koe:r Albums "Susystems", veröffentlicht 2012.
Auf Susanna Ridlers Website ist nachzulesen: "Das Album koe:r war eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit Elektronik, Avantgarde-Pop und Jazz, geprägt von einer melancholisch-downbeatigen Ästhetik im Geist des Trip Hop. Das Ergebnis einer langen Suche, mit der Absicht, Tradition und Moderne zu verknüpfen und dabei einen individuellen Stilzugang zu finden".

Im Ö1 Jazznacht-Studio spricht sie über die Wiederaufnahme und Erweiterung ihres Projekts koe:r, zudem über ihre intensive Auseinandersetzung mit dem österreichischen Schriftsteller Gert Johnke (1946-2009) und ihre musikalische Adaption des Anti-Heimatromans "Fretten" von Helena Adler. Dieses Projekt veranlasste Ridler eine neue Klangsprache zu entwickeln und das Ensemble VoCe Plus zu gründen, an dem die Instrumentalistinnen Asja Valcic (Cello), Lena Fankhauser (Viola) und Sophie Hassfurther (Klarinette, Tenorsaxofon, Flöte) mitwirken.

In der Konzertschiene der Ö1 Jazznacht steht ein Mitschnitt vom Jazzfestival Saalfelden 2025 auf dem Programm: Die Band Knarr des norwegischen Bassisten Ingebrigt Håker Flaten wurde ursprünglich als einmaliger Auftrag für das Vossa Jazz Festival 2021 gegründet, ist aber mittlerweile zu Håker Flatens wichtigstem Projekt als Bandleader und Komponist geworden. Am 22. August 2025 gastierte die Band - mit aktualisierter Besetzung - auf der Hauptbühne im Congress Saalfelden und präsentierte ihr zweites Album "Breezy", veröffentlicht 2024. Es ist der US-amerikanischen Trompeterin Jaimie Branch gewidmet, die 2022 gestorben ist. "Breezy" war Jaimie Branchs Spitzname, und wie der Albumtitel deutlich macht, ist diese Widmung etwas sehr Persönliches. Aber es ist kein Lamento über eine brillante Künstlerin, die zu jung gestorben ist. "Breezy" ist eine Hommage an das, wofür Jaimie Branch stand: aufregende neue Musik, die Risiken einging, sich ins Unbekannte stürzte und dabei großen Spaß und Erfolg hatte.
Håker Flaten wurde in Saalfelden von den Saxofonist:innen Amalie Dahl und Karl Hjalmar Nyberg, Marta Warelis am Klavier, Jonathan F. Horne an der Gitarre und Olaf Olsen am Schlagzeug begleitet.

Außerdem in dieser Ö1 Jazznacht: Feministische Stimmen aus der österreichischen Jazzszene zum Internationalen Frauentag am 08. März 2026.

Sendereihe

Gestaltung

  • Marlene Schnedl

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