Erdmännchen

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Vom Leben der Natur

Stars der Kalahari

Die Verhaltensbiologin Marta Manser von der Universität Zürich spricht über die Erdmännchen und deren Kommunikations- und Lernfähigkeit.

Erdmännchen sind Raubtiere, die in den trockenen Regionen von Südafrika leben, zum Beispiel in der Halbwüste Kalahari. Dort betreibt die Universität Zürich eine Forschungsstation.

Erdmännchen sind rund 750 g schwer und werden bis 30 cm groß - plus Schwanz, der zum Abstützen wichtig ist, wenn sie sich aufrichten. Sie gehören zur Familie der Mangusten, die weder mit Hunden, Hörnchen oder Affen verwandt sind, am ehesten aber zu katzenartigen Tieren gehören, obwohl sie selbst keine Katzen sind. Die Mangusten beinhalten einige recht unbekannte Tierarten, von denen viele - wie die Erdmännchen - sozial leben.

Auch die Weibchen werden Erdmännchen genannt. Innerhalb der Gruppe kommunizieren Erdmännchen mit vielfältigen Lauten, leben in einem ausgereiften sozialen Gefüge und das schwerste Tier unter ihnen ist meist auch das dominante. Es bestimmt, wo geschlafen, gefressen, gewandert und wie gewacht wird.

Es gibt ein dominantes Weibchen, das vielleicht eine noch wichtigere Rolle hat als das dazugehörige dominante Männchen, denn das Weibchen legt den Nachwuchs fest; weitgehend nur ihre eigenen Kinder werden im Gefüge der rund 20 Tiere pro Gruppe überleben.

Mit ihren wachen Augen und der Möglichkeit, sich auf den Hinterbeinen die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, fühlen sich auch Menschen sehr mit ihnen verbunden, wenn sie sich - wechselweise - aneinander gewöhnt haben.

Und die gute Nachricht: Es gibt genug von ihnen; die Erdmännchen sind nicht in Gefahr auszusterben.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Service

Gesprächspartnerin:
Prof.in Dr.in Marta Manser
Biologin und Co-Direktorin des Departements für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften an der Universität Zürich

Marta Manser, Universität Zürich

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