Betrifft: Geschichte
Iran
Eine Geschichte in Epochen. Mit: Giorgio Rota, Institut für Iranistik der ÖAW.
13. März 2026, 15:55
Mehr als 2 500 Jahre Geschichte prägen den Iran. Zwischen Kaspischem Meer und Persischem Golf gelegen, befindet sich das Land an einer historischen Schnittstelle von Zentralasien, Südasien und der arabischen Welt. Die Bezeichnung "Iran" wird 1935 unter Reza Schah Pahlavi für den internationalen Gebrauch offiziell eingefordert, um die außerhalb des Landes gebräuchliche Fremdbezeichnung "Persien" zurückzudrängen. Ein Name, dessen Verwendung bis in die Antike zurückreicht und auf die Region Persis im heutigen Süden Irans hinweist. Von dort aus errichten die Achämeniden im 6. Jahrhundert vor Christus eines der ersten Großreiche der Weltgeschichte. In den folgenden Jahrhunderten formen insbesondere die Dynastien der Parther und der Sassaniden Persien zu einem geopolitisch bedeutenden Reich mit weitreichenden Beziehungen bis nach Südasien und in den östlichen Mittelmeerraum. Die Kontakte zu westlichen Mächten bleiben über lange Zeiträume wirksam und beeinflussen politische wie kulturelle Entwicklungen. Mit der islamischen Expansion im 7. Jahrhundert nach Christus endet das Sassanidenreich, die persische Kultur jedoch prägt weiterhin politische, strukturelle und intellektuelle Traditionen des islamischen Raums. Einen weiteren, tiefgreifenden Einschnitt markiert der Beginn des 16. Jahrhunderts. Die Safawiden-Dynastie erhebt den schiitischen Islam zur Staatsreligion und formt damit die religiöse Ausrichtung des Landes bis in die Gegenwart.
Diesen historischen Transformationsprozessen widmet sich der Historiker Giorgio Rota. Er verfolgt die Entwicklung Irans bis ins 20. Jahrhundert und beleuchtet dabei auch die wechselhaften Beziehungen zu Österreich und anderen europäischen wie außereuropäischen Mächten.
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- Barbara Volfing
