Im Gespräch
Barbara Coudenhove-Kalergi, Journalistin und Autorin
Im Gespräch mit Armin Wolf
19. März 2026, 21:00
Barbara Margarethe Sophie Maria Mitsu Gräfin Coudenhove-Kalergi wurde 1932 in Prag in eine deutschsprachige Adelsfamilie geboren. Als Siebenjährige erlebte sie den Einmarsch der Nazis in Prag, nach Kriegsende wurde ihre Familie vertrieben. In Wien heiratete die katholische "rote Gräfin" einen prominenten Kommunisten und wurde zur berühmten Journalistin. Sie erlebte den Fall der Mauer in Berlin und die "Samtene Revolution" in ihrer Heimatstadt Prag, in die sie 1991 als ORF-Korrespondentin zurückkehrte. Seit ihrer Pensionierung schreibt sie in Wien wieder für Zeitungen und gibt Flüchtlingen Sprachunterricht. Ihre Autobiografie "Zuhause ist überall"(2013) wurde ein Bestseller. Heute ist Barbara Coudenhove-Kalergi "steinalt" und überblickt nahezu ein Jahrhundert europäischer Geschichte. Sie hat einen Weltkrieg, Vertreibung, Diktaturen und erfolgreiche Revolutionen erlebt - und in den letzten Jahren eine Krise der liberalen Demokratie. "Wir leben in finsteren Zeiten" sagt sie, aber: "Es gibt eine Sehnsucht nach anständigen Menschen". Was wir aus der Geschichte lernen könnten - und warum wir es offenbar nicht tun, darüber spricht Armin Wolf mit der Journalistin und Autorin.
