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Aufräumen (4)

Vom Ausmisten und Ankommen

Viele Menschen suchen nach Ankern in einer immer lauter werdenden Welt. Es gibt Kurse und Retreats, um auch im Inneren Ruhe und Ordnung zu finden. Gleichzeitig wird immer mehr Arbeit ausgelagert: Computer, KI und Roboter übernehmen die lästigen Aufräum- und Putzarbeiten, damit wir Menschen mehr Zeit haben. Wir werden wir morgen Aufräumen?

(1) Wie man innen Ordnung hält
In einer immer lauteren Welt suchen viele nach Wegen, Ruhe im Kopf zu finden. Wir schreiben Listen, meditieren, atmen, rollen Matten aus. Das Schreiben mit der Hand erlebt ein Revival: Was früher als Teenie-Tagebuch belächelt wurde, ist heute für viele Achtsamkeitspraxis und Therapie. Unsere Listen, Tagebücher und Kalender werden zu Navigationssystemen im schnellen Alltag. Eine Kunstform ist zum Geschäft geworden. Es gibt Kurse, Retreats, Apps, zertifizierte Coaches. Vielleicht, weil wir sie dringender brauchen, denn je: die innere Ruhe.
Gestaltung: Juliane Lehmayer

(2) Wie Kindern und Teenager Aufräumen lernen
Kinder und Teenager gelten als wahrer Chaostrupp: Alles wird durcheinander gewürfelt. Wie kann man ihnen das Aufräumen schmackhaft machen? Und soll Aufräumen und Organisation nicht schon im Kindergarten und der Schule geschult und erlernt werden? Wie kann man Menschen zur Ordnung erziehen - oder ist das der Ordnungssinn individuell und eine Sache der Persönlichkeit?
Gestaltung: Désirée Prammer

(3) Von Staubmäusen im Laptop und auf der Tastatur
Krümel, Keime, Schmutz - auch am eigenen Computer sammelt sich viel an. Staubige Rechner können schnell überhitzen und es wird empfohlen, seine Geräte regelmäßig innen wie außen zu putzen. Ein Einblick in die professionelle Reinigung eines Alltagsgegenstands.
Gestaltung: Kathrin Wimmer

(4) Selber machen lassen
Technische Hilfsmittel bestimmen mittlerweile unseren Alltag. Der Markt für Reinigungsroboter ist gewaltig geworden: Staubsauger, Wischroboter, Fensterputzer, selbstreinigende Backöfen. Alle mit KI und Kameras ausgestattet, mit Mikrophonen eingebaut. Sie vermessen unsere Wohnräume, erkennen Hindernisse, Haustiere, und Teppiche. Und sie hören mit. Die Utopie des Hauses, das sich selbst aufräumt, existiert übrigens schon seit langen: So entwickelte Frances Gabe schon in den 1960er Jahren in Portland, Oregon das "Self Cleaning House". Womit werden wir morgenaufräumen?
Gestaltung: Juliane Lehmayer

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