Vorgestellt
Stimmgewaltig: Shira Patchornik und Katie Bray
Die Sopranistin Shira Patchornik bringt selten aufgeführte Arien zu Gehör, während Katie Bray sich Kurt Weill zuwendet.
20. März 2026, 11:30
Sie widmet sich Alter wie Neuer Musik und hat es innerhalb kürzester Zeit auf die internationalen Bühnen geschafft: die in Israel geborene Sopranistin Shira Patchornik. Auf ihrem aktuellen Album mit dem Titel "Bella Furia" stellt sie nun die Opern-Furie ins Zentrum. Ein Programm, das für die Sopranistin wie auf den Leib geschneidert erscheint, denn mit ihrem energiegeladenen Zugang schafft sie es, den Zorn und die nötigen Affekte dieser Rollen gekonnt in die Musik zu verfrachten. Begleitet wird sie dabei von den Chaarts chamber artists, einem Schweizer Ensemble, das sich wie Shira Patchornik keine musikalischen Grenzen auferlegt und ebenso kraftvoll bei der Sache ist.
Auf die Suche nach dem utopischen Land "Youkali" aus Kurt Weills Oper "Maria Galante" macht sich währenddessen die britische Mezzosopranistin Katie Bray und schlägt damit stimmlich in eine ganz andere Kerbe. Von Akkordeon, Kontrabass und Klavier begleitet, singt sie sich dem vom Komponisten selbst als Tango-Habanera bezeichneten Stück entgegen. Immer wieder erklingen auf dem vorliegenden Album nämlich kurze Improvisationen zu Youkali, die jedoch von anderen Werken Kurt Weills unterbrochen werden, um schließlich doch noch im am Ende beinahe schon erlösend wirkenden Youkali zu münden.
Service
Aktuelle Aufnahmen:
"Bella furia"
Ausführende: Shira Patchornik (Sopran), Chaarts chamber artists
Musik von: Paisiello, Piccinni, Haydn, Mozart, Salieri
Label: Solo musica
"In search of Youkali"
Ausführende: Katie Bray (Mezzosopran), Murray Grainger (Akkordeon), Marianne Schofield (Kontrabass), William Vann (Klavier)
Label: Chandos
Sendereihe
Gestaltung
- Katharina Hirschmann
