Müllberge, Müllsäcke

AP/ANDREW ESIEBO

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Dreckige Geschäfte

Die Türkei: Europas Mülldeponie

Seitdem China und Indien, einstige Hauptabnehmer europäischen Mülls, Importstopps verhängt haben, ist die Türkei zum wichtigsten Ziel dieser Abfallströme geworden. Hunderttausende Tonnen Plastik, Papier und Metall werden in die Häfen im Südosten des Landes verschifft, um dort - offiziell - weiterverarbeitet zu werden. Die importierten Materialien gelten als recycelbare Wertstoffe, sind in der Realität jedoch oft verunreinigt und kaum verwertbar. Ein Großteil landet illegal in Naturgebieten oder wird verbrannt, mit gravierenden Folgen: Luft- und Wasserverschmutzung, Ernteausfälle und gesundheitliche Schäden für die lokale Bevölkerung. Während kriminelle Zwischenhändler hohe Gewinne aus dem Abfallhandel erzielen, bedrohen sinkende Wertstoffpreise die Lebensgrundlage vieler Asylsuchender und Menschen ohne Arbeitserlaubnis, die mit dem Sammeln von Recyclingmaterialien ihr Leben finanzierten.

Gestaltung: Anika Haider

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