APA-IMAGES/APA/ERWI SCHERIAU
Moment
Sparen bei jenen, die am wenigsten haben
Kürzungen bei Sozialprojekten und die Konsequenzen
24. März 2026, 15:30
"Ich hatte das Gefühl, ich lasse alle im Stich", berichtet Nejla Kocaman, die Frauen mit Migrationsbiographie in verschiedenen Problemlagen begleitete. Sie unterstützte im Rahmen des Projekts "Nachbarinnen" Frauen bei der Suche nach Kinderbetreuung, vermittelte in Gesprächen mit Schulen, übersetzte bei Amtswegen und Gerichtsterminen, oder vereinbarte Termine bei Beratungsstellen. Mit Ende 2025 strich das Land Oberösterreich die Förderung dafür.
Am 13. Juni 2025, einem Freitag, erfuhr Petra Kaspar-Buchegger, Redaktionsleiterin der Straßenzeitung "Megaphon" in Graz, dass die Landesförderung gestrichen wurde. Für 2026 fehlen dem Projekt der Caritas Steiermark 40.000 Euro. Nur mit Crowdfunding und unter Einschränkungen konnte der Betrieb bisher gesichert werden
Sicherheit möchte auch Willi Gruber weiterhin vermitteln können. Er ist Werkstättenleiter bei "Gabarage", einem sozialen Unternehmen, das Menschen mit Suchterkrankungen betreut und beschäftigt. Die Stadt Wien kürzte arbeitsmarktpolitische Projekte der Sucht- und Drogenhilfe. "Gabarage" musste dadurch Mitarbeitende und Teilnehmende entlassen. Einige können im Rahmen eines AMS-Kurses weiter beschäftigt werden, die Lage bleibt für diese vulnerable Zielgruppe dennoch unsicher.
Gestaltung: Marina Wetzelmaier
Redaktion: Kathrin Wimmer
