Contra - Kabarett und Comedy
Nadja Maleh und Gerald Fleischhacker
Neu im Kabarett: Ein "Zuckergoscherl" namens Nadja Maleh und ein "Alter nicer Mann" namens Gerald Fleischhacker.
28. März 2026, 19:05
Seit fast 30 Jahren steht die am seligen "Graumanntheater" zur Schauspielerin gereifte Nadja Maleh bereits auf den Kabarettbühnen. Zunächst im Duo "Bolzano & Maleh", das mit Mut zu ausgelassener Albernheit und schonungsloser Selbstironie drei Programme lang pointiert und präzis Paradesituationen des ganz normalen weiblichen Wahnsinns auf die Schaufel nahm. 2001 ereilte sie dann der Lockruf des Fernsehens: Sie wechselte ins Team der "Wochenshow" (SAT.1), der damals erfolgreichsten TV-Comedy-Show im deutschsprachigen Raum. Dort entwickelte sie jene beeindruckende Galerie komischer Bühnenfiguren und Charakterkarikaturen, die - getreu ihrem kabarettistischen Motto "Ich bin viele, und die wollen alle raus" - zum Fundament ihrer bislang sieben Soloprogramme werden sollte.
Nadja Malehs Kabarett lebt von ihrem humorvollen Umgang mit den kleinen Absurditäten des Alltags. Sprachlich und schauspielerisch virtuos nimmt sie u.a. Beziehungsklischees, Geschlechterrollen und gesellschaftliche Auffälligkeiten aufs Korn. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass sie darüberhinaus eine hervorragende Sängerin und eine gefragte Regisseurin ist. Ihrer eigenen Regisseurin Marion Dimali bleibt sie auch in ihrem achten Programm "Zuckergoscherl" treu.
"Zuckergoscherl" (Pressetext)
Macht Zucker dumm? Und wenn nicht, wie erklärt man sich dann den IQ Durchschnitt der Menschheit? Warum belohnt man sich mit einem Keks und nicht mit einer Kohlsprosse? Zucker macht glücklich, aber was ist mit Fenchel? Und warum ist "Zucker-Fee" ein Kosewort, "Ahornsirup-Elfe" aber nicht.
Nadja Maleh isst gern Zucker. Und an guten Tagen ist sie sogar Zucker. Nämlich süß. In jedem Fall ein Zuckergoscherl! Und sie weiß: in Zuckerlpapier eingewickelt schaut alles zuckersüß aus: Bonbons, bittere Pillen, Ziegenbemmerl - die Verpackung macht's aus! Süße Verlockung oder Mogelpackung? Knackige Weintraube oder vertrocknete Rosine - klüger ist man immer erst nach dem Auspacken.
Mein Tipp: Hören Sie immer auf Ihr Herz. Außer die Zuckerbäckerin empfiehlt Ihnen Punschkrapferl. Dann hören Sie auf die Zuckerbäckerin.
Vom gebürtigen Grazer Gerald Fleischhacker wird ja gemunkelt, dass er bereits mit einem Mikrofon auf die Welt kam. Neben seiner ersten Karriere als Radiomoderator u.a. bei Ö3 und Radio Wien werkte er bereits unermüdlich hinter den Kulissen der Fernsehunterhaltung: Bei zahlreichen TV-Formaten fungiert der Workaholic als Entwickler, Autor, Fädenzieher oder Promiflüsterer für diverse Showpräsentatoren. Seit 2018 ist er selbst als Host des satirischen Monatsrückblicks "Die Tafelrunde" regelmäßig auf ORF III zu sehen.
Als Comedian wagte sich Gerald Fleischhacker bereits vor über 15 Jahren erstmals ins Rampenlicht. Seither hat er in schöner Regelmäßigkeit alle drei Jahre ein neues Soloprogramm auf die einschlägigen Bühnen gebracht: Nach "Alles muss raus", "Feinkost", "Ich bin ja nicht deppert", "Am Sand" und zuletzt "Lustig!?" präsentiert er sich jetzt als "Alter nicer Mann". Ein Programm, in dem "er sich selbst nicht so ernst, das Leben mit Humor und sein Publikum mit auf eine irrwitzige Reise durch die Tücken des modernen Alltags nimmt".
"Alter nicer Mann" (Pressetext)
Der Großmeister des Pointenhagels präsentiert sein bereits 6. Soloprogramm - und es wird wieder ein Feuerwerk aus Witz und Wahrheit. Nur nicht so laut. Er ist ja schon über 50.
"Was passiert, wenn man sich noch wie 25 fühlt, aber die Realität und der Rücken die Sache anders sehen? Warum wird der Hund gelobt wenn er in den Garten macht und ich geschimpft?" Gerald Fleischhacker nimmt sich selbst nicht so ernst, das Leben mit Humor und sein Publikum mit auf eine irrwitzige Reise durch die Tücken des modernen Alltags. Ein Alltag, der ihn zunehmend fragend zurücklässt. Gerade war er noch der coole jugendliche "Dude", mit dem alle gerne abhängen, auf einmal wird er sogar von der eigenen Frau als "typischer Cis Mann" abgestempelt. Und fragt sich, warum er dabei an den Musikunterricht in der Schule denken muss. Familienchaos, Technik-Wahn, der tägliche Irrsinn mit dem Internet und dem echten Leben - Gerald Fleischhacker bringt alles auf den Punkt: scharfzüngig und gnadenlos lustig. Ein Abend mit Gerald Fleischhacker ist wie eine Flasche alter Rotwein: Reif, vielleicht mit einem Hauch von Kork, aber dafür mit ordentlich Wumms.
Service
Nadja Maleh spielt ihr Programm "Zuckergoscherl" ab dem 21. Februar (Vorpremieren). Premiere ist am 3. März im Wiener CasaNova (Alle Auftritte).
Gerald Fleischhacker spielt sein Programm "Alter nicer Mann" ab dem 16. Februar (Vorpremieren). Premiere ist am 24. Februar im Wiener CasaNova (Alle Auftritte).
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