Zeit-Ton

Highlights der Donaueschinger Musiktage (1)

Ein Festivalrückblick mit der künstlerischen Leiterin Lydia Rilling

Die Donaueschinger Musiktage sind das weltweit älteste Festival für zeitgenössische Musik und ein beliebtes Branchen-Treffen. Das Festival in der Stadt der Donauquelle wurde 1921 unter dem Namen "Donaueschinger Kammermusikaufführungen zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst" gegründet. In der jüngsten Festivalausgabe im Oktober 2025 wurde ein anderer Jahrestag begangen, der für die Neuausrichtung und auch für die Wirkmächtigkeit der Donaueschinger Musiktage steht: Vor 75 Jahren ist der Südwestfunk in die Organisation und mediale Verbreitung der Musiktage eingestiegen. Das Festival ist dadurch enger an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gerückt und kann die Ressourcen der Rundfunkanstalt nutzen - nicht zuletzt die SWR-Ensembles und das SWR Experimentalstudio waren und sind bedeutende Träger des Programms.

Die Festivalausgabe 2025 war geprägt von einem kompositorischen Trend zur Innenschau. Zudem wurden auch Komponist:innen eingeladen für Orchester zu schreiben, die wenig bis keine Erfahrung mit Orchesterkomposition haben. So kam es zu unkonventionellen Wegen, das Orchester einzusetzen - oft gegen die tradierten Hierarchien der Instrumentengruppen.

Mit dem Preis des SWR Symphonieorchester ist ein klanglich vielgestaltiges Werk prämiert worden: "Paris, Banlieue" von Philippe Leroux. Das Klangforum Wien war heuer gleich mit zwei Konzertprogrammen in Donaueschingen zu Gast.

Gemeinsam mit Lydia Rilling, seit März 2022 künstlerische Leiterin der Donaueschinger Musiktage, hören wir zentrale Mitschnitte der Festivalausgabe 2025. Der SWR hat sich jüngst zur langfristigen Sicherung des Festivals bekannt und Rillings Vertrag auf unbefristete Zeit verlängert.

Service

SWR - Donaueschinger Musiktage

Sendereihe

Gestaltung

  • Rainer Elstner