Radiogeschichten
Eine Welt, in der Sprache buchstäblich ansteckend ist
"Schleifen" von Elias Hirschl. Es liest Michou Friesz.
1. April 2026, 11:05
"Franziska Denk hatte die Pest. Schon wieder." Mit diesem Satz eröffnet Elias Hirschl seinen neuen Roman "Schleifen" - und führt damit mitten hinein in eine Welt, in der Sprache buchstäblich ansteckend ist. Denn Franziska Denk entwickelt jedes Mal Symptome, sobald sie von einer Krankheit hört oder liest. Aus dieser ebenso skurrilen wie reizvollen Idee spinnt Hirschl die Lebensgeschichte seiner Protagonistin, ihres Weggefährten Otto Mandl und ihrer anagrammatischen Doppelgänger weiter.
Im Zentrum steht die Suche nach einer vollkommenen Sprache - einer, die die Welt und ihre Abläufe so unmittelbar wie möglich abbildet. Hirschl verwebt Fiktion und Realität zu einem klugen, humorvollen und bisweilen herrlich überdrehten Text, der die Macht und Ohnmacht der Sprache auslotet und unser Verhältnis zu ihr auf den Prüfstand stellt.
Elias Hirschl, Publikumspreisträger des Bachmannpreises 2022, wurde durch seine satirischen Romane "Salonfähig" (2021) und "Content" (2024) einem breiten Publikum bekannt. "Schleifen" ist sein sechster Roman.
Service
Elias Hirschl, "Schleifen", Roman, Zsolnay Verlag 2026
Sendereihe
Gestaltung
- Konstanze Fladischer
