Geld auf dem Handy-Bildschirm

APA/CHROMEORANGE/CLAUDIA NASS

Europa-Journal

Digitaler Euro, Spitzbergen, Ukraine, Liechtenstein

Gegen US-Abhängigkeit beim Bezahlen: Digitaler Euro rückt näher +++ Spitzbergen im Fokus der Weltmächte: Sorge um Saatgut-Reserve +++ Unterricht unter der Erde: Ukraine setzt auf Bunker-Schulen +++ Abtreibungsverbot in Liechtenstein: Neuer Vorstoß für Fristenlösung

Gegen US-Abhängigkeit beim Bezahlen: Digitaler Euro rückt näher

Europa bekommt ab 2029 eine gemeinsame, digitale Währung: den Digitalen Euro. Die Pilotphase soll 2027 starten. Das Projekt der Europäischen Zentralbank ist umstritten - nur wenige wissen, was der Digitale Euro ist und warum er notwendig ist. Die EZB sieht ihn als "Antwort auf den Wandel in der Welt", und als "monetäre Selbstverteidigung" gegen den Einfluss der USA. Die EU will mit dem Digitalen Euro unabhängiger von US-Zahlungsdienstleistern wie Visa und Mastercard werden. Ein Interview mit Petia Niederländer, Direktorin der Hauptabteilung Zahlungsverkehr der Österreichischen Nationalbank und Mitglied der Taskforce zum Digitalen Euro.


Spitzbergen im Fokus der Weltmächte: Sorge um Saatgut-Reserve

Inmitten wachsender geopolitischer Spannungen rückt die arktische Inselgruppe Spitzbergen - auf Norwegisch Svalbard - verstärkt in den Fokus der Weltmächte. Die Inselgruppe wird von Norwegen verwaltet, muss jedoch laut Verträgen Russland und den USA wirtschaftliche Aktivitäten ermöglichen. Beide verstärken ihre Präsenz in der Arktis, Norwegen warnte unlängst vor russischen Sabotageaktionen rund um Spitzbergen. Was zusätzlich Sorgen bereitet: Spitzbergen beherbergt den weltweit größten Saatguttresor, der als genetisches Archiv in Katastrophenfällen oder Kriegen gedacht ist. Ein Bericht von Katja Evers.


Unterricht unter der Erde: Ukraine setzt auf Bunker-Schulen

Die russische Armee rückt vor allem im Osten der Ukraine weiter vor und will den Donbass vollständig einnehmen. Etwas weniger im Fokus steht ein anderer Teil der Front, der aber strategisch ebenso sehr wichtig ist: die Region Saporischschja im Süden der Ukraine. Die gleichnamige Industriestadt hat immer noch rund 700.000 Einwohner - doch die Front ist nur 30 Kilometer entfernt, jederzeit können in Saporischschja Drohnen einschlagen. Die Stadt verlegt deshalb immer mehr Schulen unter die Erde. Peter Sawicki hat eine dieser Bunker-Schulen vor Ort besucht.


Abtreibungsverbot in Liechtenstein: Neuer Vorstoß für Fristenlösung

Im erzkatholischen Fürstentum Liechtenstein sind Abtreibungen de facto verboten. Eine neue Initiative aus Frauengruppierungen und Menschenrechtsaktivistinnen versucht das Verbot zu kippen und ein Referendum zu erwirken. Ein erstes Referendum vor 15 Jahren war knapp gescheitert. Doch für das Fürstenhaus steht der Schutz des ungeborenen Lebens an oberster Stelle: Fürst Hans Adam II hat ein Vetorecht für jedes Gesetz. Könnte in Liechtenstein eine Staatskrise drohen? Korrespondentin Bettina Prendergast berichtet aus Vaduz.

Moderation: Martha Georgiew

Service

Podcast abonnieren

Sendereihe