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Das große Aufräumen im ORF
Wie das größte Medienunternehmen des Landes verschiedene Vorwürfe aufarbeiten will.
9. April 2026, 18:25
Mit dem Rücktritt von Roland Weißmann als Generaldirektor wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung einer Mitarbeiterin - den er bestreitet und rechtlich bekämpft - ist der ORF ins Sperrfeuer geraten. Und zwar von mehreren Seiten: einmal als gewichtiges Beispiel dafür, wie mutmaßlicher Machtmissbrauch gegenüber Frauen trotz entsprechender Anlaufstellen im Haus durchschlagen kann. Auch ist die Spitze des Stiftungsrats unter Druck gekommen, mögliche Unvereinbarkeiten von Mitgliedern werden offen thematisiert. Und nicht zuletzt ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr denn je zur Projektionsfläche geworden für Befindlichkeiten einer Medienbranche, die auf der Suche nach ihrer Zukunftsfähigkeit ist. Vor diesem Hintergrund hat die neue ORF-Führung unter Ingrid Thurnher schonungslose Aufklärung und klare Konsequenzen versprochen. #doublecheck fragt nach, ob und wie das gelingen kann.
Gestaltung:
Rosanna Atzara und Stefan Kappacher
