Im Gespräch
Maria Rochow, Wildnisrangerin und Forstwissenschaftlerin
im Gespräch mit Judith Brandner
9. April 2026, 21:00
Wildnis ist wichtig für den Menschen, und sie tut uns gut, ist Wildnisrangerin Maria von Rochow überzeugt: Wir sind Teil der Natur, und nicht die Beherrscher der Natur, auch wenn wir es vergessen haben oder kaum mehr bemerken. Der Arbeitsplatz von Maria von Rochow ist das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal im Grenzgebiet Niederösterreich/Steiermark, das seit 2017 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Das Wildnisgebiet bewahrt mit dem Urwald Rothwald auf rund 7000 Hektar den größten Urwaldrest des Alpenbogens. Maria von Rochow wurde 1989 in Rosenheim in Bayern geboren. Sie kam nach Wien, um an der Universität für Bodenkultur Phytomedizin und Forstwirtschaft zu studieren. Durch ihre Masterarbeit über den Borkenkäfer kam sie ins Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal - und blieb, weil die Region sie nicht mehr losgelassen hat. Maria von Rochow ist als Wildnisrangerin, Wanderführerin und Naturpädagogin für die Schutzgebietsverwaltung tätig und hat sich auch privat mit einer kleinen Tochter in der Gegend verwurzelt. Sie leitet und konzipiert Exkursionen und führt Forschungsprojekte durch. Ihre Exkursionen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit: Die Leute würden die Wildnis betreten, wie die Menschen vor einigen hundert Jahren den Stephansdom betreten haben, meinte Rochow einmal in einem Interview.
