Vom Leben der Natur

Kunstformen der Natur

Die Wissenschaftler Roman Göbel, Jörn Bohr, Thomas Bach und die Forscherin Bastienne Karg sprechen über die Illustrationen des Zoologen Ernst Haeckel als erkenntnisbringende Methode.

Ernst Haeckel wurde 1834 in Potsdam geboren und widmete sich von Klein auf dem Zeichnen und der Natur, bestenfalls dem Zeichnen der Natur. Von seiner ursprünglichen Berufsausbildung als Mediziner wandte er sich bald nach der Promotion meeresbiologischen Einzellern zu, den Radiolarien. 1862 entstanden dazu 35 Farbtafeln.

Doch nicht nur Radiolarien, sondern auch die Medusen, ein spezielles Quallenstadium, standen im Zentrum seines Wirkens. Illustrationen und zoologisches Wissen machten ihn 1865 zum Professor des neugegründeten Lehrstuhls für Zoologie an der Philosophischen Fakultät der Universität Jena, Deutschland.

Kurz vor Eröffnung des zoologischen Instituts in Jena zog er in die gegenüber liegende neu gebaute Villa Medusa, in der er bis zu seinem Tod 1919 lebte. Heute befindet sich dort das Ernst-Haeckel-Haus, in dem sich seine Zeichnungen, Aquarelle, Ölbilder, Farbtafeln und Briefe befinden.

Haeckels detailgenaues Werk ist bis heute bahnbrechend.

Service

Gesprächspartner:in:
Akad.Rat Dr. Thomas Bach, Dr. Jörn Bohr, Roman Göbel M.Sc, Bastienne Karg B.A M.A

Mitarbeitende der Geschichte und Philosophie der Naturwissenschaften

Olaf Breidbach
Ernst Haeckel
Kunstformen der Natur- Kunstformen aus dem Meer
Prestel Verlag 2023
Ernst Haeckels gezeichnete und lithographierte Farbtafeln

Ernst Haeckel Haus in Jena
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