Spielräume

Hotel Palindrone zum 30-jährigen Jubiläum

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Eine Herberge mit vielen Zimmern für Musik der Welt: Hotel Palindrone

Von Folk bis Volksmusik und bis hin zum Flirt mit klassischen Kompositionen scheint dieser Formation aus Österreich kaum etwas Musikalisches fremd - vorausgesetzt, es wird von echten Menschen in Echtzeit auf echten Instrumenten gespielt. Das Instrumentarium scheint allerdings grenzenlos: Da klingt eine Maultrommel neben Sackpfeifen und Schalmeien, ein Saxofon neben dem Dudelsack, Schlagzeug und E-Bass neben Nyckelharpa, Bouzouki, Drehleier, Holzlöffeln - oder Jodlern.

1995 wurde Palindrone in Wien gegründet. Ein früher Fan soll gemeint haben, man könne die Musik rückwärts wie vorwärts hören, also wie ein Palindrom. Im Namen steckt aber auch die Andeutung einer Wurzel dieser Formation: "Drone" ist die englische Bezeichnung für den Bordun, den tiefen Begleitton (oder Brummton), charakteristisches Element vieler traditioneller Musiken.

Im Lauf der Jahre hat sich das Repertoire des Ensembles ständig erweitert, von den geographischen Bezugspunkten bis zu den stilistischen Genres. Zum Auftakt einer Reihe von Konzerten rund um das 30-jährige Jubiläum lädt Hotel Palindrone am 16. April Gäste auf die Bühne im Wiener ORF-Radiokulturhaus ein, darunter den Instrumentenbauer und Multiinstrumentalisten Nupi Jenner, seinerzeit Mitbegründer, und die Pianistin Marialena Fernandes, seit Jahren immer wieder "klassisch" musizierende Partnerin der Band.

Die "Spielräume" besuchen aus Anlass des Jubiläums das eine oder andere Zimmer, das dieses Hotel für traditionelle und nicht so traditionelle Musik Europas und der Welt geöffnet hat.

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