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Europa-Journal
Ungarn, Ukraine, Russland
Ungarn: Die Spuren eines Systems +++ Ukraine: Minderheit zwischen den Fronten +++ Russland: Ein Land geht offline
10. April 2026, 18:25
Ungarn: Die Spuren eines Systems
Seit 16 Jahren wird Ungarn ununterbrochen von der rechtskonservativen Fidesz-Partei unter Viktor Orbán regiert, doch das könnte sich bald ändern. Am Sonntag wird ein neues Parlament gewählt - eine Abstimmung, die auch den langjährigen Regierungschef zu Fall bringen könnte. Doch unabhängig davon, wie die Wahl ausfallen wird, hat Viktor Orbán dem Land in seiner langen Amtszeit deutlich seinen Stempel aufgedrückt. Korrespondent Paul Krisai zeigt in Budapest, wie tief die Spuren dieser politischen Ära ins Stadtbild eingraviert sind.
Ukraine: Minderheit zwischen den Fronten
Wolodymyr Selenskyj ist - wohl ohne es zu wollen - zu einer zentralen Figur im ungarischen Wahlkampf geworden. Denn Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei haben im ukrainischen Präsidenten ihr bevorzugtes Feindbild gefunden: Anti ukrainische Slogans und Warnungen vor einem Überschwappen des Krieges prägen ihre Kampagne deutlich mit. Immer wieder ist auch der Vorwurf zu hören, die Führung in Kiew diskriminiere die ungarische Minderheit im Westen der Ukraine. Doch wie geht es den Ungarn in der Ukraine tatsächlich? Daniela Prugger ist dieser Frage in Transkarpatien nachgegangen.
Russland: Ein Land geht offline
Russland verschärft seine Internetbeschränkungen und schaltet immer häufiger das mobile Internet ab. Tagelange Blackouts treffen mittlerweile nicht mehr nur die Regionen, sondern auch die Hauptstadt Moskau. Offiziell begründet die russische Führung das mit dem Schutz vor ukrainischen Drohnen, Kritiker vermuten dahinter jedoch weiter eskalierende Zensur. Die Ausfälle verursachen zunehmend wirtschaftlichen Schaden - und selbst in kremlnahen Kreisen wächst der Unmut. Aus Moskau berichtet Carola Schneider.
Moderation: Miriam Beller aus Budapest
