Aus dem ORF RadioKulturhaus

Johannes Kaup im Gespräch mit Oliver Rathkolb

Im Zeit-Raum: Ökonomie der Angst

Radikalisierung, Kriege, Fremdenfeindlichkeit, Kontrollverlust und Rückgang der Demokratien - die Welt scheint im Fieber. Politische Polarisierung, wirtschaftliche Unsicherheit und technologische Umwälzungen erinnern an längst vergangen geglaubte Zeiten. Der Historiker und Bestsellerautor Oliver Rathkolb analysiert die Ursachen dieser globalen Nervosität. Er sieht Parallelen zwischen der Gegenwart und der Epoche vor dem Ersten Weltkrieg - den Phasen der ersten und zweiten Turboglobalisierung. Damals wie heute führen Überforderung, Machtkonzentration und das Gefühl gesellschaftlicher Marginalisierung zu einer Sehnsucht nach dem "starken Mann" und nach einfachen, oft autoritären Lösungen. Im Gespräch mit Johannes Kaup geht Rathkolb der Frage nach: Steht uns ein neues autoritäres Zeitalter bevor? Oliver Rathkolb war langjähriger Vorstand und Professor des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur österreichischen und internationalen Zeit- und Kulturgeschichte sowie Herausgeber der Zeitschrift "zeitgeschichte" und Vorsitzender des Wiener Instituts für Kultur- und Zeitgeschichte (VICCA) sowie des wissenschaftlichen Beirats des Hauses der europäischen Geschichte in Brüssel.
Mitschnitt aus dem Radiocafé des ORF Radiokulturhauses vom 3.3.2026.

Service

Literaturtipp: Oliver Rathkolb "Ökonomie der Angst" (Molden 2025)

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Sendereihe

Gestaltung

  • Matthias Haydn

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