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Europa-Journal
Bulgarien, Ungarn, Griechenland, Tschechien
Richtungswahl in Bulgarien: Kommt jetzt der nächste Orbán? +++ Ungarn nach der Wahl: Das große Aufräumen +++ Das Dorf ruft: Wie Griechenland gegen Landflucht vorgeht +++ Finanzhilfe für Obdachlose: Prag zieht positive Bilanz
17. April 2026, 18:25
Richtungswahl in Bulgarien: Kommt jetzt der nächste Orbán?
Bulgarien kommt nicht zur Ruhe - das Land steht vor der achten Parlamentswahl in nur fünf Jahren. Bei Massenprotesten gegen Korruption wurde die letzte Regierung im Dezember gestürzt. Doch nun könnte die Dauerkrise ein Ende finden: Ex-Präsident Rumen Radew tritt mit einer Liste an, Umfragen sehen ihn deutlich in Führung. Radew ist Populist, Euro-Skeptiker und russlandfreundlich eingestellt. Sein größtes Wahlversprechen ist die Bekämpfung der Korruption. Wie kann das aber gelingen und wie korrupt ist Bulgarien? Ein Interview mit Korruptionsexperte Ruslan Stefanov, vom Zentrum für Demokratieforschung in Sofia.
Ungarn nach der Wahl: Das große Aufräumen
Nach 16 Jahren ist in Ungarn die Ära Orbán zu Ende. Nach seinem Wahlsieg letzten Sonntag will jetzt der designierte ungarische Ministerpräsident Peter Magyar das Land rigoros umkrempeln und von Loyalisten des "Systems Orbán" befreien. Der Rückbau von Justiz, Medienlandschaft und staatliche Institutionen wird eine Mammutaufgabe für Magyars neue Regierung - kann er das wirklich schaffen? Miriam Beller hat die Wahl in Ungarn für uns mitverfolgt.
Das Dorf ruft: Wie Griechenland gegen Landflucht vorgeht
Griechenland hat mit extremer Abwanderung und sinkender Geburtenrate zu kämpfen. In einigen Regionen ist die Bevölkerung in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent gesunken. Dagegen will die griechische Regierung jetzt ankämpfen - unter anderem mit einer attraktiven Geldprämie, die mehr Menschen in die Dörfer locken soll. Besonders dramatisch ist die Situation in Ortschaften der Grenzregion Evros zur Türkei. Eine Reportage von Rodothea Seralidou.
Finanzhilfe für Obdachlose: Prag zieht positive Bilanz
Es war ein umstrittenes Experiment: in der tschechischen Hauptstadt Prag hat eine Hilfsorganisation 40 Obdachlosen einmalig 100.000 Kronen in die Hand gegeben. Diese Finanzspritze war als Starthilfe für die Menschen gedacht und es ist auch der erste Versuch dieser Art in Europa. Die Initiatorinnen des Projekts wollen einen neuen Weg in der Sozialarbeit aufzeigen. Sie argumentieren, dass die Einmalzahlung günstiger kommt, als die üblichen Kosten für die Obdachlosenhilfe. Kilian Kirchgessner berichtet aus Prag.
Moderation: Martha Georgiew
