ORF/JOSEPH SCHIMMER
Radiogeschichten
Das sehnliche Warten auf einen Telefonanruf
"Ein Telefonanruf" von Dorothy Parker (Übersetzung: Ursula-Maria Mössner). es liest Michou Friesz.
20. April 2026, 11:05
"Bitte lieber Gott, lass ihn jetzt telefonieren!" - die Erzählerin wartet sehnlichst auf einen Anruf ihres Geliebten und betet schließlich, davor bewahrt zu werden, selbst den Mann anzurufen. Dieses ungeduldige Warten beschreibt Dorothy Parker mit dem für sie typischen Witz und Sarkasmus.
Dorothy Parker, geboren 1893, schrieb schon in jungen Jahren für "Vanity Fair", die "Vouge". Sie war eine der ersten beim "New Yorker" und wurde dort die Literaturkritikerin.
Berühmt berüchtigt war sie für ihre Ironie und ihren Wortwitz, für ihren scharfen Intellekt und ihre ebenso scharfe Zunge. Sie soll gesagt haben: "Das Erste, was ich morgens tue, ist meine Zähne putzen und meine Zunge schärfen."
Sie schrieb Essays, Kurzgeschichten, Gedichte, Theaterstücke und -kritiken sowie Drehbücher. Für das Drehbuch zu dem Film "Ein Stern geht auf" war sie 1937 für ein Oscar nominiert.
Dorothy Parker war Gründungsmitglied der Hollywood Anti-Nazi League - einem Anti-Nazi-Bund Hollywoods zur Verteidigung der amerikanischen Demokratie. Sie lebte in Hollywood und in New York, wo sie 1967 starb. Bekannt ist sie für ihre Kurzgeschichtensammlung "New Yorker Geschichten". Hören Sie daraus "Ein Telefonanruf (A Telephone Call)"
Es liest Michou Fries.
Service
Dorothy Parker, "New Yorker Geschichten", Copyright © 2003 by Kein & Aber AG Zürich - Berlin
Sendereihe
Gestaltung
- Zita Bereuter
