Zerstörte Straßenzeile in der Kiewer Region, Ukraine

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Im Fokus - Religion und Ethik

Wenn Systeme fallen

Aktuell im Fokus: Kopftuchverbot - Gutachten sieht Verfassungswidrigkeit +++ Das Netzwerk der Hisbollah - Aktuelle Studie der Dokustelle Politischer Islam +++ Thema im Fokus: Regime reloaded - Wenn Systeme fallen +++ Serie: Basiswissen Religion - Entstehung des Buddhismus +++ Moderation: Konstantin Obermayr

Aktuell im Fokus: Kopftuchverbot - Gutachten sieht Verfassungswidrigkeit

An Österreichs Schulen gilt ab September ein Kopftuchverbot für Mädchen bis zum 14. Lebensjahr. Die Regierung will damit Mädchen vor Zwang und Bevormundung schützen. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich sieht darin eine Diskriminierung und hat nun ein entsprechendes Rechtsgutachten vorgelegt. Ein früheres, unter ÖVP-FPÖ-Regierung beschlossenes Kopftuchverbot in der Volksschule hatte vor dem VfGH nicht standgehalten, da die Regelung nur eine bestimmte Gruppe von Schülerinnen betroffen und daher gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen hatte. Das neue Verbot an Schulen zielt auch diesmal wieder ausschließlich auf das islamische Kopftuch. Es wurde aber diesmal auf das Tragen als "Ausdruck einer ehrkulturellen Verhaltenspflicht" eingeschränkt. Martin Gross berichtet.


Das Netzwerk der Hisbollah - Aktuelle Studie der Dokustelle Politischer Islam

Die Dokumentationsstelle Politischer Islam hat eine aktuelle Studie veröffentlicht, die belegen soll, dass die libanesische Terrormiliz Hisbollah ein umfassendes internationales Netzwerk zur Finanzierung ihrer Aktivitäten aufgebaut hat, auch in Europa. Durch Drogen- und Luxusgüterhandel würden Einnahmen "gewaschen", was Europa zu einem Drehkreuz für Terrorismusfinanzierung mache. Die Einstufung der Hisbollah bzw. ihres politischen und militärischen Flügels als Terrororganisation variiert in Europa. Das erschwere eine einheitliche Strategie zur Terrorismusbekämpfung, so die Studie. Der Islam-Experte Rüdiger Lohlker kritisiert die Einseitigkeit der verwendeten Quellen in der Studie, die sich vor allem auf US-amerikanische und israelische Publikationen und Medienberichte stützt. Nikolaus Hofer berichtet.


Thema im Fokus: Regime reloaded - Wenn Systeme fallen

Zumindest zu Beginn des Kriegs im Nahen Osten haben die USA und Israel noch vom Kriegsziel "Regimechange" im Iran gesprochen. Der Oberste Führer Ali Chamenei und andere Führungspersonen wurden gezielt getötet, das Regime aber scheint weiter stabil und wehrhaft. Regimewechsel von außen sind in der Vergangenheit selten gelungen. Was bräuchte es für die Änderung des politischen Systems im Iran? Reichen eine Identifikationsfigur wie der Sohn des letzten Schah Reza Pahlavi und geschwächte Terrorgruppen in der Region? Und heiligt der Zweck die Mittel bei einem von vielen Expert:innen als völkerrechtswidrig eingestuften Angriff? Gestaltung: Susanne Krischke
Die ganze Folge des Ö1-Podcasts "Krieg und Frieden" ist ab Donnerstag auf ORF Sound und allen gängigen Podcast-Plattformen zu hören.


Serie: Basiswissen Religion - Entstehung des Buddhismus

Die Geschichte des Buddhismus beginnt vor rund 2500 Jahren und führt nach Asien. Als Begründer der buddhistischen Lehre gilt Siddhartha Gautama. Besser bekannt ist er unter seinem Ehrentitel "Buddha", "der Erwachte". Erst Prinz, dann Asket, wird er mit seiner ersten Rede das "Rad der Lehre" in Bewegung setzen. Was das genau heißt und welche Bedeutung Buddha für praktizierende Buddhist:innen heute hat, erklären drei Religionswissenschaftler:innen von der Uni Wien. - Gestaltung: Ursula Unterberger

Sendereihe

Gestaltung

  • Konstantin Obermayr

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