Im Gespräch

Elisabeth Sechser, Vordenkerin der Care-Ökonomie und Unternehmerin

im Gespräch mit Mari Lang

Was wäre, wenn der größte blinde Fleck unserer Wirtschaft genau dort läge, wo das tägliche Leben stattfindet - bei Fürsorge, Pflege und Bildung? Mit dieser Frage beschäftigt sich Elisabeth Sechser seit über zwanzig Jahren und hat dafür den Begriff "toter Winkel der Ökonomie" geprägt. Die Unternehmerin, Organisationsentwicklerin und Publizistin setzt sich mit der Initiative "CaringEconomy.Jetzt" für ein Verständnis von Wirtschaft ein, das Care-Arbeit nicht als private Nebensache, sondern als Fundament unserer Gesellschaft begreift. Ihr Engagement ist dabei nicht nur theoretisch: Als Mutter einer palliativ kranken Tochter verbindet Sechser persönliche Erfahrung mit ökonomischer Analyse. Am Institut CloseEconDataGap arbeitet sie daran, die volkswirtschaftliche Bedeutung unbezahlter Arbeit sichtbar zu machen und zeigt, welche Fehlbilanzen entstehen, wenn Fürsorge unsichtbar bleibt. In ihrem Denken knüpft sie an die in Wien geborene Kulturwissenschafterin Riane Eisler an, deren Analysen zu Dominanz- und Partnerschaftsmodellen weltweit rezipiert werden. Derzeit arbeitet Sechser an einer Biografie über Eisler und hat sich dafür eingesetzt, dass diese 2025 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet wurde.

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  • Mari Lang