Radiokolleg

12 Punkte - Der Eurovision Song Contest (2)

Der Contest wird Kult

Die ersten Ausgaben des Eurovision Song Contest orientieren sich noch stark an Schlager und Unterhaltungsmusik. Doch schon ab den 1960er-Jahren verändert sich der Klang des Wettbewerbs. Internationale Popmusik gewinnt an Bedeutung. Trotzdem bleibt der ESC auch eine Bühne für nationale Identität. Jedes Land wird von dessen Rundfunkanstalt vertreten, die den Beitrag auswählt und sich auch an der Abstimmung beteiligt. Dieses System spiegelt die zentrale Rolle öffentlich-rechtlicher Medien in Europa. Doch die Regeln verändern sich im Laufe der Zeit. Besonders sichtbar ist das anhand der Sprache der Songs. Zwischen 1966 und 1972 schreibt das Regelwerk vor, dass die Lieder in einer offiziellen Sprache des teilnehmenden Landes gesungen werden sollen. Erst 1998 wird diese Vorgabe endgültig abgeschafft. Der Wettbewerb wird damit zu einem Treffpunkt europäischer Popkultur. Musikalische Trends verbreiten sich hier über nationale Grenzen hinweg - und machen den ESC zu einem kulturellen Spiegel jener Zeit.

Gestaltung: Barbara Volfing

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