Song-Contest-Halbfinale, 2004

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Radiokolleg

12 Punkte - Der Eurovision Song Contest (3)

Europa wächst zusammen

Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 und dem politischen Umbruch in Europa verändert sich auch der Eurovision Song Contest. Neue Staaten entstehen - und viele wollen am Wettbewerb teilnehmen. Besonders Länder aus Mittel- und Osteuropa treten dem Format bei und erweitern den geografischen Rahmen deutlich. Damit wächst auch die organisatorische Herausforderung. 2004 führt die European Broadcasting Union erstmals ein Halbfinale ein, um die steigende Zahl der Beiträge zu bewältigen. Vier Jahre später gibt es zwei Vorrunden vor dem Finale. Auch das Abstimmungssystem verändert sich. Lange entscheiden ausschließlich Jurys über die Sieger. Ende der 1990er-Jahre kommt das sogenannte Televoting hinzu. Nun stimmen auch Zuschauerinnen und Zuschauer per Telefon oder SMS ab. Der ESC wird damit interaktiver. Musikalisch rückt internationale Popmusik stärker in den Mittelpunkt. Englisch entwickelt sich zur wichtigsten Wettbewerbssprache, auch wenn viele Länder bewusst ihre eigenen Sprachen einsetzen. Der Eurovision Song Contest wird damit interaktiver und zugleich ein Symbol für ein Europa, das nach dem Ende des Kalten Krieges kulturell enger zusammenrückt: für ein Projekt europäischer Integration, das Menschen über nationale Grenzen hinweg durch Musik und Medien verbindet.

Gestaltung: Barbara Volfing

Service

Radiokolleg-Podcast

Teil 3
Florian Wagner, Kurator am Haus der Geschichte Österreichs
Philip Bohlman, Musikethnologe an der Universität von Chicago
Dean Vuletic, Zeithistoriker und Autor
Karen Fricker, Theaterwissenschafterin an der Brock Universty in Ontario/Kanada
Literaturliste

Dean Vuletic, Postwar Europe and the Song Contest, Bloomsbury
Dean Vuletic, The Eurovision Song Contest as a cultural phenomenon. From Concert halls to the halls of Academia, Routledge
Lukas Heinser, ESC. Das kleinste Buch zum grössten Musikereignis, Fischer Verlag
Werner Vogel, Bernhard Tscherne, Feri Janoska (Hrsg.), The Very Best Of Song Contest, Holzbaum
Karen Fricker (ed.), Performing the 'New' Europe: Identities, Feelings, and Politics in the Eurovision Song Contest, Palgrave
Matthias Breitinger, Europe 12 Points! Die Geschichte des Eurovision Song Contest, Atlantik
Florian Wagner, Christine Ehardt, Georg Vogt (Hrsg.), Eurovision Song Contest - eine kleine Geschichte zwischen Körper, Geschlecht und Nation

Links
Dean Vuletic
Unstoppable! Eurovision Song Contest Highlights im Museum, Haus der Geschichte Österreich
Protest, Skandale, Politik. 70 Jahre Eurovision Song Contest, Webausstellung
Eurovision Song Contest - Geschichte
Eurovision Song Contest 2026

Sendereihe

Gestaltung

  • Barbara Volfing

Übersicht

Playlist

Komponist/Komponistin: Berry
Album: 40 Jahre Österreich beim Eurovision Songcontest
KEINE MAUERN MEHR
Ausführende: Simone
Länge: 03:00 min
Label: Ariola 482682

Komponist/Komponistin: Toto Cutugno
Titel: Insieme 1992
Album: VERY BEST OF 60th EURVISION SONG CONTEST
Solist/Solistin: Toto Cutugno
Länge: 04:23 min
Label: Universal 600753601587

Komponist/Komponistin: Brendan Graham
Album: DAS BESTE VOM GRAND PRIX - 45 JAHRE G.P. EUROVISION DE LA CHANSON
Titel: The voice / Irland Beitrag (Song Contest 1996 - Sieger)
Solist/Solistin: Eimear Quinn /Gesang m.Begl.
Länge: 03:03 min
Label: BMG Ariola 74321822902 (2 CD)

Komponist/Komponistin: Tzvika Pick
Komponist/Komponistin: Yoave Ginai
Album: DIE GRÖSSTEN GRAND PRIX HITS ALLER ZEITEN
Untertitel: EUROVISION SONG CONTEST
Titel: Diva
Ausführende: Dana International
Länge: 03:03 min
Label: Sony BMG 88697013612

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