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Journal-Panorama
Vermitteln, erinnern, verstehen
Wie Menschen mit Behinderung in die Gedenkarbeit einbezogen werden
6. Mai 2026, 18:25
Neben anderen Opfergruppen wurden im NS-Reich auch Menschen mit Behinderung verfolgt und vernichtet. Im Rahmen der sogenannten "Aktion T4" wurden zwischen Jänner 1940 und August 1941 rund 70.000 Menschen ermordet. "T4" steht für die Tiergartenstraße 4 in Berlin, die Adresse jener Dienststelle, die die Aktion systematisch geplant hat. Das Renaissanceschloss Hartheim in Oberösterreich war eine von sechs NS-Tötungsanstalten. Hier wurden rund 18.000 Menschen mit Behinderung ermordet, später auch Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. In der Erinnerungsarbeit fand die Perspektive von Menschen mit Behinderung jedoch jahrzehntelang kaum Berücksichtigung. Neuerdings aber bemüht man sich, sie in die Vermittlungsarbeit einzubinden. 2025 erschien "National-Sozialismus in Österreich", das erste Sachbuch über die NS-Zeit in Österreich in Leichter Sprache. In Workshops setzen sich Menschen mit und ohne Behinderung literarisch mit der NS-Vergangenheit auseinander. Auch das Haus der Geschichte Österreich beschäftigt sich intensiv mit der österreichischen Behindertenbewegung und den Gräueltaten der NS-Zeit.
Gestaltung:
Christoph Dirnbacher
Sandra Knopp
