Gedanken

Daniela Schiller - Was sind Mütter wert?

Sie ist 5-fache Mutter. Und sonst? Zum Muttertag macht sich eine, die weiß, wovon sie spricht, Gedanken über den wahrscheinlich selbstverständlichsten Nicht-Beruf.

Fünf Kinder hat Daniela Schiller großgezogen, zwei Mal bekam sie sogar (unerwartet) Zwillinge. Die mittlerweile Anfang 50-Jährige wusste immer, dass sie Mutter sein wollte und diesen Nicht-Beruf erfüllt sie mit Hingabe, Leidenschaft und der Bereitschaft, sich selbst ständig weiterzuentwickeln. Denn Kinder sind ja bekanntlich die besten Lehrmeister. Kinder im Großwerden zu begleiten, braucht Zeit - Zeit, die nicht bezahlt wird. Energie und Ressourcen, die sich nicht messen lassen. Mutter, das ist man nebenher. Wer "nur" zu Hause ist, so der Tenor im medialen und gesellschaftlichen Diskurs, leistet nichts bzw. zu wenig und bekommt keine finanzielle Anerkennung. Schnell droht auch der Stempel "Tradwife" in einer emotionalen Debatte um Chancengleichheit und Frauenrechte.

"Fünf Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, verantwortungsvolle Erwachsene zu werden ist ein Beitrag, der uns als Gesellschaft etwas nützt", ist Daniela Schiller überzeugt. Dabei geht es ihr nicht um eine "Herdprämie" oder um einen Rückfall in alte Strukturen - im Gegenteil. Die vielen Qualitäten und Leistungen von Müttern sollen anerkannt und benannt werden, fordert die fünffache Mutter. Denn welche gesellschaftlichen Folgen hat die Geringschätzung mütterlicher Qualitäten in unserem System?

Daniela Schiller macht sich am heutigen Muttertag Gedanken darüber, was aus Menschen wird, wenn die Rolle der Mutter nicht geehrt und wertgeschätzt wird.

Sendereihe

Gestaltung

  • Margit Atzler