Zeit-Ton

Ingrid Schmoliner im Zeit-Ton Porträt

Dem Unbegreiflichen auf der Spur

Im Zentrum der musikalischen Arbeit der Komponistin und Improvisatorin Ingrid Schmoliner steht das Unbegreifliche, - die Auseinandersetzung mit dem Tod und dem, was möglicherweise danach kommt; die auf die Menschen so mystisch wirkende Ungezähmtheit der Natur; das Widersprüchliche und Paradoxe, das uns bei jedem Schritt zu begleiten scheint. Schmoliners Hauptinstrument ist dabei das Klavier.

Mit ihren ausgetüftelten Präparierungen, für die sie neben Holzstäbchen, Plastikklötzen, Metall und Gummi etwa auch Stachelschweinstacheln verwendet, schafft es die Musikerin dem Klavier Klänge zu entlocken, die an die unterschiedlichsten Instrumente denken lassen, von diversen Schlaginstrumenten über Electronics bis hin zur menschlichen Stimme, aber auch an Walgesänge fühlt man sich mitunter erinnert, wenn durch Reibung die Luft in den ausgetrockneten Stachelschweinstacheln in Schwingung gerät. Und Ingrid Schmoliner arbeitet gerne mit ihrer Stimme, vom Obertongesang über den Jazzgesang bis hin zum Jodeln reicht die Palette an Techniken, die ihr dabei zur Verfügung stehen. In diesem Zeit-Ton Portrait tauchen wir hinab zu den Anfängen und hören in Neuerscheinungen hinein, etwa in "Haar" (Trost Records), die dritte Veröffentlichung von Nabelóse, dem Duo mit Elena Kakaliagou, das von österreichischer und griechischer Volksmusik inspiriert wurde.

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Ingrid Schmoliner

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