Protest gegen Atomkraft in Choczewo, Polen

APA-IMAGES/AFP/MATEUSZ SLODKOWSKI

Europa-Journal

Russland/Afrika, Indien, Polen, Tschechien

Der lange Arm Moskaus: Russische Söldner in Afrika +++ Indien: Europas Suche nach neuen Wirtschaftspartnern +++ Einstieg statt Ausstieg: Polen setzt auf Atomkraft +++ Tschechien: Visionen für eine Stadt

Der lange Arm Moskaus: Russische Söldner in Afrika

Ob in der Zentralafrikanischen Republik, in Mali oder im Niger: Russische Söldner mischen seit Jahren in regionalen Konflikten in Afrika mit. Nach dem Tod von Jewgeni Prigoschin, dem Chef der Wagner-Gruppe, hat das russische Verteidigungsministerium die Kontrolle über die Söldnertruppe übernommen. Am Vorgehen der Kämpfer und der Gewalt gegen die lokale Bevölkerung hat sich seither jedoch wenig geändert. Philip Obaji ist Investigativjournalist aus Nigeria und beschäftigt sich seit Jahren mit Russlands Politik in Afrika. Im Interview berichtet er von seinen Recherchen, seinen Gesprächen mit Opfern sexualisierter Gewalt und davon, wie er selbst ins Visier der Söldner geraten ist.


Indien: Europas Suche nach neuen Wirtschaftspartnern

Indien ist derzeit die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft unter den G20 Staaten. Von einem Wirtschaftswachstum von rund sieben Prozent können viele Länder nur träumen. Kein Wunder also, dass auch Österreich versucht, die Handelsbeziehungen auszubauen. Rund 160 heimische Firmen sind bereits am indischen Markt vertreten. Große Hoffnungen setzt man nun auch in das Freihandelsabkommen, das die EU und Indien kürzlich abgeschlossen haben. Eva Pöcksteiner hat sich in Indien angesehen, was davon zu erwarten ist.


Einstieg statt Ausstieg: Polen setzt auf Atomkraft

Vor wenigen Wochen jährte sich der Reaktorunfall von Tschernobyl zum 40. Mal. Wie in vielen anderen Ländern war auch in Polen die Skepsis gegenüber Atomkraft nach der Katastrophe lange groß. Doch nun soll das erste Kernkraftwerk des Landes entstehen - direkt an der Ostseeküste. In der kleinen Gemeinde Choczewo wurden dafür bereits hunderte Hektar Wald gerodet. Trotz Sorgen um mögliche Auswirkungen auf den Tourismus unterstützt die Bevölkerung das Projekt. Peter Sawicki hat Choczewo im Norden Polens besucht.


Tschechien: Visionen für eine Stadt

Was tun mit einer Stadt, die alle nur wegen ihrer blutigen Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg kennen? Knapp 3.000 Menschen leben heute in Theresienstadt. Bisher sind alle Überlegungen und Konzepte für eine Zukunftsvision für die Stadt gescheitert. Jetzt wagen Studierende aus mehreren Ländern einen neuen Anlauf. Über mehrere Semester wollen sie Ideen für die Stadt entwickeln. Ob dieses Projekt gelingen kann, hat Kilian Kirchgessner recherchiert.

Moderation: Miriam Beller

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