Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

Ludovic Tézier: Der Spaß am Bösewicht-Spielen

Der in Marseille geborene Sänger Ludovic Tézier gilt als einer der weltbesten Baritone der Gegenwart. Aktuell singt er Zurga in Bizets "Perlenfischern" an der Wiener Staatsoper. Im Gespräch mit Judith Hoffmann erzählt er vom großen Vergnügen, den Bösewicht zu spielen.

Ludovic Tézier war 23 Jahre alt, als man ihm erstmals die Rolle des Scarpia in Verdis "Tosca" anbot. Der junge Bariton lehnte entschieden ab - und musste auf diesen Schock hinauf gleich ein Bier trinken gehen. Heute sei er seinem jüngeren Ich dankbar, dass es so klug und zurückhaltend agiert und seiner Stimme die nötige Entwicklung ermöglicht hat, die schlussendlich zu einer fulminanten Weltkarriere führte. Tézier gilt als bester Verdi-Bariton der Gegenwart und wird in allen großen Häusern bejubelt, derzeit auch als Zurga in Bizets "Die Perlenfischer" an der Wiener Staatsoper. Im "Intermezzo" bei Judith Hoffmann erzählt er, wie viel Vergnügen in der Gestaltung abgründiger Charaktere steckt, wie ihm seine Frau anhand von Bergman-Filmen Schauspielunterricht gab und warum er froh ist, doch kein Startenor mit Society-Verpflichtungen geworden zu sein.

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