Radiokolleg

Mentalitäten - Wie sie uns prägen (2)

Die Macht der Einstellung

Die mentale Einstellung eines Menschen kann darüber entscheiden, wie jemand durchs Leben schreitet. Im Spitzensport macht man sich diese Muster bewusst zu eigen, um eine Leistungssteigerung herbeizuführen. Einige Athletinnen und Athleten sprechen davon, dass die mentale Komponente schlussendlich bis zu 70 - 80 Prozent über Erfolg oder Misserfolg entscheide, der Rest sei körperliches Training. Wobei die Rate sehr disziplinenabhängig ist.
Die Wirkmächtigkeit eigener Glaubenssätze reicht weit über den sportlichen Bereich hinaus. Sie ist in sämtlichen Lebensbereichen zu finden. Dabei tragen sich gesamtgesellschaftliche Zuschreibungen auf individueller Ebene fort. Gilt eine Nation beispielsweise als besonders naturwissenschaftlich talentiert, gehen damit auch bestimmte Erwartungshaltungen einher - vom Umfeld aber auch vom Individuum kommend. Zugleich wird auf diesen Sektor dann wohl auch mehr Wert gelegt, was sich in größeren Förderungen niederschlagen kann.
Umgekehrt können Zuschreibungen aber ebenso hemmend wirken. Eine Gesellschaft kann auch in eine Art "Great Depression" geraten und diese negative Stimmung sich dann wieder auf die Verhaltensmuster der einzelnen Menschen auswirken.
"Fixed mindset" nennt das die amerikanische Mentalitäts- und Verhaltenspsychologin Carol Dweck. Diese fixen Denkmuster lassen sich ihren Forschungen zufolge aber auch durchbrechen.

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  • Daphne Hruby