Kulturjournal

WFW ++ Nürnberg ++ Jakob Kasirer

Monika Mokre zum "Glaubenstribunal"
NS-Dokuzentrum und Theaterneubau
Jakob Kasirer-Sohn in Bregenz

Beiträge

  • WFW: Monika Mokre zum "Glaubenstribunal"

    Das vergangene Wochenende stand bei den Wiener Festwochen nicht nur im Zeichen der Diskussion rund um Ein- und Ausladung von Peter Thiel, sondern auch im Zeichen des Glaubenstribunals. Das Diskussionsformat ist Nachfolger der Wiener Kongresse des vergangenen Jahrs und thematisierte, der Titel verrät es schon, das Verhältnis der Religionen zu Politik und Kunst. Der Fall 1 trug den Titel "Holy Shitstorm" und es ging darin etwa um die Frage, ob und in welcher Form, die Kunst religiöse Symbole verwenden oder infrage stellen darf. Zu der vierköpfigen Jury gehörte die österreichische Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin Monika Mokre, die den Verhandlungsverlauf Revue passieren lässt.

  • Nürnberg: NS-Dokuzentrum & Theaterneubau

    In Nürnberg auf dem ehemaligen Gelände des Reichsparteitags wird derzeit viel gebaut. Die Zeppelintribüne, wichtiger Aufmarschort für Adolf Hitler und die Nationalsozialisten, ist eingerüstet. Der goldene Saal wie auch die Tribüne sollen demnächst wieder zugänglich sein. Mitten in der historischen NS-Kongresshalle entsteht ein Neubau für das Nürnberger Staatstheater. Ab 2028 sollen im Inneren des sogenannten Colosseums Opern aufgeführt werden. Das NS-Dokumentationszentrum daneben wurde jetzt nach fünf Jahren Umbauzeit - im Probebetrieb - wiedereröffnet. Die offizielle Eröffnung ist für November 2026 geplant. Das 2001 gebaute Haus entsprach mit seinem Konzept nicht mehr den heutigen Ansprüchen an den Umgang mit der NS-Zeit, so die Begründung. Das neue Theater und Opernhaus im Colosseum soll in zwei Jahren eröffnen.

  • Jakob Kasirer-Sohn in Bregenz

    DPs - diese Abkürzung steht für "Displaced Persons". Das waren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Opfer des Nationalsozialismus, die buchstäblich auf der Straße standen. Sie wollten nach Palästina, später nach Israel, in die USA, nach Australien oder in die Schweiz. Bis zu ihrer Ausreise waren sie in Ländern wie etwa Österreich oft jahrelang auf staatliche Hilfe angewiesen. "Displaced Persons" - das war auch das Ehepaar Reisi und Jakob Kasirer, das 1946 nach Vorarlberg kam und bis zur Ausreise nach Los Angeles 1953 in Bregenz wohnte. Auf Einladung des Jüdischen Museums Hohenems besuchte ihr Sohn Robert Kasirer unlängst jenes Haus in Bregenz, in dem er mit seinen Eltern die ersten vier Jahre seiner Kindheit verbrachte.

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