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Moment
Gedenkarbeit und Prävention an Schulen
Wie Schulen an die NS-Zeit erinnern und auf heutigen Antisemitismus reagieren
2. Juni 2026, 15:30
"Es ist ein schlimmes Gefühl zu wissen, was da früher passiert ist", sagt ein 14-jähriger Schüler aus der Mittelschule Gunskirchen. Die vierten Klassen gedenken jedes Jahr der rund 20.000 Menschen, die im KZ-Nebenlager Gunskirchen interniert waren. Viele der Opfer waren ungarische Jüdinnen und Juden. Die Schülerinnen und Schüler hatten immer wieder Geschichten über den Krieg gehört, sagen sie, aber die Ausmaße der schrecklichen Zeit verstanden sie erst im Unterricht. Ihre Gedanken dazu tragen sie auf der jährlichen Befreiungsfeier vor. Über Täterinnen und Täter, Propaganda und die Bedeutung der Geschichte für heute - eine Zeit, in der Falschinformationen und Hass vor allem über Social Media verbreiten werden.
Seit dem 7. Oktober 2023 werden vermehrt antisemitische Vorfälle in Österreich gemeldet. Stereotype, Verschwörungserzählungen und israelbezogener Antisemitismus machen auch vor den Schulen nicht Halt. "Wir dürfen die Jugendlichen mit den Bildern, die sie sehen, und dem Halbwissen nicht alleine lassen", sagt Julia Mayr, Geschichtelehrerin am BRG Enns und Netzwerkkoordinatorin für erinnern.at in Oberösterreich. Aufklären, einordnen, Haltung zeigen, im Gespräch bleiben. Was Schulen gegen Antisemitismus tun.
Gestaltung: Marina Wetzlmaier
Service
Informationen und Handreichungen für Schulen unter: http://www.erinnern.at
