PICTUREDESK.COM/FOODCOLLECTION/DOMINIK PAUNETTO
Lebenskunst - Begegnungen am Feiertag
Göttliches in Irdischem
Nahrhaft und inspirierend - Aspekte der Bibel +++ "Wo Gott wohnt" - Hütte, Zelt, Tabernakel +++ "Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit" - Wein und Religionen +++ Lebenssinn und Achtsamkeit - Elemente von "Longevity"
4. Juni 2026, 07:05
Nahrhaft und inspirierend - Aspekte der Bibel
(Johannes 6, 51-58)
Nahrhaft wie ein Bissen Brot für Mitmenschen und erfrischend, ja inspirierend für sie wie der Wein, das Symbol des Festes. Belebend also: Auch das eine Deutung des katholischen Festes "Fronleichnam"; sie kommt von der katholischen Theologin und Liturgiewissenschafterin Ingrid Fischer. Fronleichnam, vom mittelhochdeutschen vrône lîcham, meint im heutigen Deutsch "des Herrn Leib" - und damit das "Hochfest des Leibes und Blutes Christi", wie das katholische Fest offiziell heißt. Dabei wird, wie in biblischen Schriften vom "Letzten Abendmahl" Jesu mit seinen Anhängern überliefert, seine Gegenwart in den Gestalten von Brot und Wein in der Messe gefeiert. Die sogenannte Brotrede im Johannesevangelium gehört zu den Texten, die zu Fronleichnam für katholische Gottesdienste vorgesehen sind. Ingrid Fischer erläutert.
"Wo Gott wohnt" - Hütte, Zelt, Tabernakel
Für manche ist es ein Höhepunkt im katholischen Kirchenjahr, wenn zu Fronleichnam der "Leib Christi" in feierlicher Prozession durch die Straßen getragen wird. An den übrigen Tagen des Jahres hingegen wird die Hostie, das "Heilige Brot", das den Leib Christi als "Realsymbol" darstellt, sicher in einem Tabernakel verwahrt - und nur das "Ewige Licht", meist eine einzelne Kerze hinter rotem Glas, weist auf die "göttliche Präsenz" in der Gestalt des dünnen, ungesäuerten Brotes hin. Seinen Ursprung hat der Tabernakel wohl im sogenannten Stiftszelt ("tabernaculum"), das die Israeliten laut biblischer Überlieferung als transportables Heiligtum mitführten. Im Allerheiligsten des Zeltes befand sich die Bundeslade mit den auf zwei Steintafeln geschriebenen Zehn Geboten. Am "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" geht Markus Veinfurter der Frage nach, wie Göttliches in irdischen Dingen gegenwärtig sein kann.
"Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit" - Wein und Religionen
"In vino veritas", im Wein liegt die Wahrheit, soll der antike griechische Dichter Alkaios von Lesbos schon vor mehr als 2500 Jahren gesagt haben. Nicht erst seit dieser Zeit begleitet Alkohol die Menschheit; beim gemeinsamen Essen, beim geselligen Zusammensein oder bei festlichen Anlässen. Und auch viele Religionen haben zum Alkoholkonsum klare Vorstellungen - sie reichen von strengen Verboten bis hin zu Ritualen, in denen Wein eine zentrale Rolle spielt. So etwa beim jüdischen Schabbat-Mahl, wenn der Kiddusch, der Segen über den Wein, gesprochen wird: "Gepriesen seist du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der du die Frucht des Weinstocks erschaffen hast." Ganz ähnlich die Worte, die der Priester bei der Gabenbereitung in der katholischen Messe spricht: "Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns den Wein, die Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit." Nikolaus Hofer hat zu Wein und Religionen recherchiert.
Lebenssinn und Achtsamkeit - Elemente von "Longevity"
Ernährung spielt eine große Rolle, ebenso Bewegung, Schlaf und andere Lebensgewohnheiten: Longevity, Langlebigkeit bei physischer und psychischer Gesundheit, ist in aller Munde. Doch auch Sinn und Achtsamkeit sind wichtige Bausteine für Longevity, meint der österreichische Mediziner und Pharmaforscher Hubert Trübel. Maria Harmer hat mit ihm unter anderem darüber gesprochen, wie ein Lebenssinn gefunden werden kann - und was er von seiner Reise nach Bhutan zurück nach Österreich mitgenommen hat.
Service
Buch, Hubert Trübel, "Longevity - Die Anti-Bullshit-Formel. Fakten pur: Was uns wirklich jung hält", Kneipp Verlag
