Im Gespräch
Werner Zirps, Rechtsanthropologe, Ethnologe und Dokumentarfilmer
Im Gespräch mit Andreas Obrecht
5. Juni 2026, 16:05
Sein Vater und sein Großvater waren Richter, auch Werner Zips, geboren 1958 in Wien, studierte vorerst Jus an der Universität Wien, um bald draufzukommen, dass Recht und Gerechtigkeit mitunter wenig miteinander zu tun haben. Er begann intensiv zu reisen, nach Indien, Nordafrika, in die Türkei - zusätzlich studierte er Völkerkunde. In den 1980er Jahren lebte er länger in Jamaica, um die Maroon und Rastafari-Bewegung zu erforschen. Eine wissenschaftliche Heimat fand er schließlich am Institut für Ethnologie der Universität Wien, wo er bis 2023 als Professor lehrte. Zahlreiche Feldforschungen führten Werner Zips in die Karibik, nach Ost-, West- und Südafrika, aber auch u.a. nach Indien, Thailand, Indonesien, Sri Lanka und immer wieder auf die Seychellen. Schon in jungen Jahren setzte er die visuelle Anthropologie in Fotos und in Filmen um - eine Leidenschaft, die er bald professionalisierte. Ab den 1990er Jahren entstanden Dutzende ethnografische Filme, Fernseh-Dokumentation und TV-Berichte vor allem für 3Sat und Arte. In den letzten Jahren hat sich Werner Zips in seinen publizistischen und filmischen Arbeiten vor allem mit Mensch-Wildtierkonflikten auseinandergesetzt, wobei Löwen und Elefanten besondere Beachtung finden. Auch bei diesen Konflikten um den Natur- und Biodiversitätsschutz spielen rechtsanthropologische Fragestellungen eine zentrale Rolle, wie Werner Zirps im Gespräch mit Andreas Obrecht erörtert.
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- Andreas Obrecht
