Stefanie Herkner

APA-IMAGES/VGN MEDIEN HOLDING/STEFAN GERGELY

Menschenbilder

Stefanie Herkner, Lokalheldin

Für die Köchin, Wirtin und Gastgeberin Stefanie Herkner führten viele Wege zurück zu den Wurzeln

Bodenständig. Das Wort hat für Stefanie Herkners Küche schon ab Hof große Bedeutung - nämlich ab dem familieneigenen Bauernhof in Slowenien. Da ist die Erinnerung an die Oma und ihr Kochen am Holzofen. Da ist das kulinarische Erbe des Vaters Heinz Herkner und sein vielgelobtes Gasthaus in Wien-Dornbach. Und da ist sie selbst, mit beiden Beinen in ihrem Lokal in der Wiedner Hauptstraße stehend, mitten in Wien, in einem Haus, das früher einmal ein Installateursgeschäft war. Wobei "Stehen" selten vorzukommen scheint - sie ist ständig in Bewegung. Hier hat sie selbst die Fliesen gelegt. "Hands on" ist ihr Zugang zur Welt, auch wenn die Eltern sie gewarnt haben: "Hands off", meinten sie, nicht nur bei zu heißen Pfannen, sondern überhaupt von der Gastronomie. Also besuchte sie das Lycée Français - eher nicht als Ort bekannt, an dem sich Wirtskinder treffen -, studierte in London Kunstmanagement, mit einer besonderen Liebe zur chinesischen Kunst.

Bis sie 30 war, folgte sie dem elterlichen Rat. Der Vater war da schon vor Jahren gestorben. Doch dann zog es sie zurück in die Gastronomie, und ihre Mutter Sarika wurde zum Vorbild in der Küche des viel kleineren Lokals. Stefanie wurde und wird gefeiert, von Gästen und von der Gastropresse. Zwei Abende, Donnerstag und Freitag, hat "Zur Herknerin" regelmäßig offen. Stefanie veranstaltet Knödelkochkurse, kocht für Feiern, wird für ihr "Sarma" gelobt, ihr "Gefülltes Kraut", und freut sich, wenn sich ihre Liebe zum ursprünglichen Kochen ausbreitet. Damit das nicht nur durch das Wirtshaus gelingt, hat sie ein Buch geschrieben: "Wiener Küche mit Herz".

Sendereihe

Gestaltung

  • Petra Herczeg-Rosenberg