Francisco Galan

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Im Fokus - Religion und Ethik

Neuer Antisemitismus auf dem Vormarsch

Aktuell im Fokus: Neuer Antisemitismus auf dem Vormarsch +++ Thema im Fokus: Francisco Galan - Immer noch ein Kämpfer, aber zwischen den Fronten +++ Serie: Die Welt der Göttinnen und Götter - Kunapipi

Aktuell im Fokus: Neuer Antisemitismus auf dem Vormarsch

Über die Auswirkungen des Hamas-Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023 auf antisemitische Einstellungen und gesellschaftliche Debatten in Österreich diskutieren die Religionssoziologin und katholische Theologin Regina Polak, die Politikwissenschaftlerin und Meinungsforscherin Eva Zeglovits und der Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici mit Alexandra Mantler im Studio.

Unter dem Titel "Was tun nach dem 7. Oktober?" hat am vergangenen Montag an der Universität Wien ein transdisziplinärer Workshop zum Thema Antisemitismus stattgefunden. Veranstaltet wurde die Tagung von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit sowie der Forschungsplattform Religion and Transformation. Doron Rabinovici hat festgestellt, dass der Aufstieg eines "neuen Antisemitismus" nicht mehr geleugnet werden könne. Zugleich hat er ein Scheitern der bisherigen Erinnerungskultur und eine zunehmende Bedrohungserfahrung insbesondere für junge Jüdinnen und Juden diagnostiziert. Die Meinungsforscherin und Politikwissenschafterin Eva Zeglovits hat auf aktuelle Studienergebnisse verwiesen, die zeigen, dass antisemitische Einstellungen in Österreich weiterhin vorhanden sind und seit dem 7. Oktober 2023 neue Ausdrucksformen gefunden haben. Und die Religionssoziologin Regina Polak sieht Antisemitismus nicht nur als ein gesellschaftliches, sondern auch als ein kirchliches Problem: Nach dem 7. Oktober 2023 seien antisemitische Haltungen auch in Milieus sichtbar geworden, die sich selbst als menschenrechtsorientiert oder solidarisch verstehen.


Thema im Fokus: Francisco Galan - Immer noch ein Kämpfer, aber zwischen den Fronten
Teil 3 einer Reportage über Kolumbien

Francisco Galan wurde 1941 im kolumbianischen Dorf Risaralda mit dem bürgerlichen Namen Gerardo Antonio Bermúdez geboren. Der Sohn einer armen Kleinbauernfamilie trat ins Priesterseminar ein und studierte einige Semester Philologie und Literaturwissenschaften. Schon früh engagierte er sich für einen sozialen und politischen Wandel in seiner von extremer Armut und Ungleichheit geprägten Heimat. Als er und einige seiner Gesinnungsgenossen von Paramilitärs gekidnappt und schwerst gefoltert wurden, entschloss er sich zum bewaffneten Kampf in der Guerilla-Gruppe ELN (Ejército de Liberación Nacional). Schnell stieg er zu einem ihrer wichtigsten Kommandeure auf, wurde ELN-Sprecher und in die obersten strategischen Entscheidungen eingebunden.

1988 wurde er verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. In der Haft wollte er seinem Leben einen neuen Sinn geben. Er kam zu dem Schluss, dem bewaffneten Kampf den Rücken zu kehren, und wurde zu einem Befürworter von Dialogprozessen und Friedensverhandlungen zwischen dem Staat und der Guerilla. Die Regierung ernannte ihn zum "gestor de paz", der einen Waffenstillstand zwischen ELN und dem Staat verhandelte. Francisco Galan ist in Kolumbien politisch Interessierten so bekannt wie Ernesto Che Guevara. Es wurde viel über ihn berichtet, obwohl er bislang Radio-Interviews zu seiner Person abgelehnt hat.

Johannes Kaup ist es nach langer Recherche und Vorbereitung gelungen, Galan in Medellín zu treffen und mit ihm ausführlich zu sprechen. Und er hat Freunde und Wegbegleiter Galans getroffen, die in der Konflikt- und Friedensarbeit engagiert sind.


Serie: Die Welt der Göttinnen und Götter - Kunapipi, die Mutter der Aborigines

Die diesjährigen Wiener Festwochen, die noch bis 21.6. laufen, stehen bekanntlich unter dem Motto "Republic of Gods" und diskutieren unter anderem den Einfluss von Religion auf Kultur und Politik. Um verschiedenste Göttinnen und Götter geht es auch in der Juni-Rubrik: Diese Woche steht die "Mutter der Aborigines", Kunapipi, im Zentrum.

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