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Elisabeth Rethberg und die "goldene Zeit" der MET

Beniamino Giglis und Ezio Pinzas deutsche Sopranpartnerin

Von der im deutschen Erzgebirge geborenen, vor 50 Jahren in New York gestorbenen Elisabeth Rethberg lassen sich verschiedene Geschichten erzählen. Da ist einmal die an der Semperoper Dresden aufsteigende Sängerin, die ganz im deutschen Sopranfach zwischen Pamina und "Figaro"-Gräfin, Agathe und "Lohengrin"-Elsa aufgeht, schon 1922, also bei den absoluten Opern-Anfängen des Festivals, bei den Salzburger Festspielen gastiert, und die bei zwei wesentlichen Dresdner Richard-Strauss-Premieren auf der Bühne steht: als Kaiserin bei der ersten Dresdner "Frau ohne Schatten" und als Helena in der Uraufführung der "ägyptischen Helena". Da ist andererseits die Ideal-Repräsentantin fürs italienische lirico-spinto-Repertoire, als die sich Elisabeth Rethberg speziell in die Annalen der Metropolitan Opera New York eingeschrieben hat, an insgesamt ca. 400 Abenden bis in die frühen 1940er Jahre. Gesangsgrößen wie die Tenöre Beniamino Gigli, Lauritz Melchior und Giovanni Martinelli, die Baritone Lawrence Tibbett, Antonio Scotti und Giuseppe De Luca, die Bassisten Ezio Pinza und Friedrich Schorr standen gemeinsam mit Elisabeth Rethberg auf der Bühne, und mit diesem und jenem sind sogar Tondokumente in Kombination erhalten. Rethbergs "ausgesprochene Musikalität, das wunderschöne, in seiner Ausgeglichenheit einer kostbaren Perlenschnur gleichende Organ mit seinem herrlichen Diamantglanz" (ein Kritikenzitat) als Bestandteil einer goldenen Opern-Ära.

Sendereihe

Gestaltung

  • Chris Tina Tengel