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Oscar Peterson - der "Maharadscha der Tasten"

Er war einer der bedeutendsten Jazzmusiker des Zwanzigsten Jahrhunderts: Wenn Oscar Peterson in die Tasten griff, konnte er aberwitzig viele Töne innerhalb einiger Sekunden herausschleudern - und immer noch klang sein Klavierspiel federleicht. Eine Hommage.

Im Juli wird die Peterson-Konzertaufnahme von 1968 als Ö1 Doppelalbum in der Serie Ö1 Jazz Treasures erscheinen.

Der Jazzfan Rudolf Buchbinder, ein gefeierter Beethoven-Interpret, ist sich sicher: "Oscar Peterson war einer der genialsten Pianisten der Geschichte." Dave Brubeck sah das nicht anders: "Er war außerhalb jeder Kategorie".

Die Lebensbilanz des kanadischen Jazzpianisten lässt sich nur in Superlativen ziehen. O. P., wie ihn seine Freunde nannten, stand 65 Jahre auf der Bühne, auch ein Schlaganfall, der ihn mit Ende sechzig niederstrecke, vermochte ihn nicht zu stoppen. Zu den 200 Alben, die Oscar Peterson einspielte - darunter ikonische Aufnahmen der Jazzgeschichte - kamen noch etwa 400, auf denen der kanadische Kosmopolit als Begleitmusiker zu hören war. Oscar Peterson wurde mit acht Grammies und 16 Ehrendoktoraten ausgezeichnet, dazu kamen acht "Hall-of-Fame"-Ernennungen. Sein Kollege Duke Ellington würdigte ihn als den "Maharadscha der Tasten".

"Oscar Peterson war ein Mainstream-Pianist", so das Urteil seines Biographen Johannes Kunz, "er war alles andere als Avantgarde. Aber er hat den Bebop und die anderen modernen Stile in unerhörter technischer Brillanz in sein Spiel integriert."

"Der Maharadscha der Tasten"
Oscar Peterson - einer der letzten Giganten des Jazz
Gestaltung: Günter Kaindlstorfer
Ton: Fridolin Stolz
Gesprochen haben: Stephan Rehm, Cornelius Obonya
Redaktion: Eva Roither

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