Verletzter Baum zur Harzgewinnung

APA-IMAGES/ROBERT KALB

Vom Leben der Natur

Wertvolles Harz aus der Schwarzföhre

Der Pecher Robert Rendl steht im südlichen Niederösterreich im Wald und spricht über sein traditionelles Handwerk.

Im südlichen Niederösterreich wurde über hunderte von Jahren Harz aus der Schwarzföhre gewonnen, um es als Klebstoff, Seife und Hausmittel gegen verschiedene Krankheiten zu verwenden. In Pechsiedereien wurde das Harz zu Terpentin und Kolophonium, "Saupech", destilliert.

Nach dem Aufkommen von Kunstharz und anderen chemischen Produkten aus Mineralöl und aufgrund von Billigimporten ging die Harzindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr oder weniger zu Ende. Heute wird das Handwerk nur noch von wenigen Personen hobbymäßig betrieben. Im Jahr 2011 wurde das traditionelle Handwerk der Pecherei zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO erklärt.

Der gelernte Tischler Robert Rendl aus Waidmannsfeld traf durch einen Zufall einen dieser Pecher, lernte von ihm das traditionelle Handwerk und betreibt seither hauptberuflich mit seiner Familie eine Pecherei zur Herstellung von Seifen, Pechbalsam und anderen Produkten.

Service

Gesprächspartner:
Robert Rendl betreibt hauptberuflich mit seiner Familie in Waidmannsfeld im Bezirk Wiener Neustadt eine Pecherei in Niederösterreich.
Pecherei Rendl
Verein Freunde der Schwarzföhre und der Pecherei
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Sendereihe

Gestaltung

  • Sonja Bettel