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Radiogeschichten
Als Einstimmung zum Wettlesen um den Bachmannpreis
Maja Haderlap liest ihren Gewinnertext aus dem Roman "Engel des Vergessens" vom Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis 2011.
22. Juni 2026, 11:05
Am 25. Juni 2026 jährt sich der Geburtstag der Dichterin Ingeborg Bachmann zum 100. Mal. Tags zuvor werden die 50. Tage der Deutschsprachigen Literatur eröffnet - das Wettlesen um den nach ihr benannten Ingeborg-Bachmann-Preis. 1977 gewann Gert Jonke den ersten Bachmannpreis. 35 Jahre später ging der Ingeborg-Bachmann-Preis erstmals wieder an eine Kärntner Autorin - an Maja Haderlap. Die Kärntner Slowenin Haderlap kannte man bis dahin als Lyrikerin - 1983 veröffentlichte sie ihren ersten Lyrikband in ihrer Muttersprache. 2011 trat die damals 50-jährige (eingeladen von Daniela Strigl) mit ihrem ersten Prosawerk beim Wettlesen um den Bachmannpreis an. "Im Kessel" war ein Auszug aus ihrem autobiographischen Debütroman "Engel des Vergessens", der wenige Wochen später erschien und heute in der 12. Auflage vorliegt und in sieben Sprachen übersetzt worden ist. Darin erzählt sie eine Südkärntner Dorf- und Familiengeschichte und den Widerstand der Partisanen gegen die Nazis. Ein Wäldchen ist dabei Zufluchtsort und dunkle Bedrohung zugleich - die Erinnerungen der Generationen überlappen sich. "Im Kessel" ist aus dem Blickwinkel eines Mädchens erzählt.
Zur Einstimmung auf das Wettlesen um den Bachmannpreis hören Sie einen Auszug aus der Lesung von Maja Haderlap vom 8. Juli 2011.
Service
Maja Haderlap, "Engel des Vergessens", Wallstein Verlag
Sendereihe
Gestaltung
- Zita Bereuter
