Kulturjournal
Prix Ars Electronica ++ Wiener Festwochen
Forensic Architecture in Linz ausgezeichnet
Kritiker Martin Thomas Pesl über Festwochen
22. Juni 2026, 17:09
Beiträge
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Prix Ars Electronica 2026
Als "Seismograf gesellschaftlicher und kultureller Verschiebungen unserer Gegenwart" versteht sich der Prix Ars Electronica, der traditionsreiche Preis für Medienkunst, der seit 1987 vergeben wird. Die diesjährigen Gewinner der Goldenen Nicas wurden heute bei einer Pressekonferenz in Linz verlautbart - und wie der künstlerische Leiter der Ars Electronica, Gerfried Stocker, konstatierte, haben die mit internationalen Expertinnen besetzten Jurys in allen drei Hauptkategorien solche Projekte an die Spitze gereiht, "die sich kompromisslos den großen Konflikten und Umbrüchen unserer Zeit stellen". Das in der Kategorie Interactive Art ausgezeichnete Projekt der Gruppe Forensic Architecture polarisiert.
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Festwochen-Bilanz mit Martin Thomas Pesl
Schönheit und Skandal gehören zusammen, sagt Festwochenchef Milo Rau zum Abschluss seines dritten Jahres als Intendant der Wiener Festwochen, die gestern Abend nach über einem Monat zu Ende gegangen sind. Insgesamt ist man, trotz leicht gesunkener Auslastungszahlen - von 93 auf 91 Prozent - sehr zufrieden mit der Bilanz: 196.000 Menschen wurden erreicht, mehr Karten als bisher aufgelegt. Die selbst geschürte Aufregung um die Ein- und wieder Ausladung von Peter Thiel haben dem Festival eine Aufmerksamkeit auch über die Grenzen Österreichs und über das künstlerische Programm hinaus beschert. Zu den regelmäßigen Besuchern der Wiener Festwochen gehört der Theaterkritiker Martin Thomas Pesl. Er schreibt unter anderem für den Falter und die nachtkritik und gehört auch der Nestroy-Preis-Jury an.
