Radiokolleg

Ingeborg Bachmann - Die Qualen der Freiheit (4)

Die italienischen Jahre

Rom wird für Ingeborg Bachmann in den 1960er-Jahren zum Lebensmittelpunkt - ein Ort zwischen Rückzug und Aufbruch. Hier lebt und arbeitet die Autorin, hier knüpft sie neue Beziehungen und versucht, an frühere Erfolge anzuschließen. Doch die italienischen Jahre sind überschattet von gesundheitlichen Problemen, von Einsamkeit und schweren psychischen Krisen. Bachmanns Schreiben bleibt existenziell, wird aber zunehmend brüchig.

1973 stirbt die Schriftstellerin im Ospedale Sant'Eugenio in Rom, nachdem sie, vollgepumpt mit Barbituraten, in ihrer Wohnung mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen war. Ihr früher Tod beendet ein Leben, das von Brüchen und zahllosen Zusammenbrüchen, aber auch von äußerster Konsequenz im Schreiben und Denken geprägt war.

Das Werk der Dichterin aber wirkt weiter: Ingeborg Bachmanns Texte bieten Analysestoff für Generationen von Germanistinnen und Germanisten - und werden von Leserinnen und Lesern immer wieder neu entdeckt.

Service

Radiokolleg-Podcast

Andrea Stoll: "Zwei Menschen sind in mir - Ingeborg Bachmann - Die Biografie", Piper-Verlag, München, 480 Seiten.

Dieter Burdorf: "Dieses unruhige Ich - Ingeborg Bachmann - Eine Biographie", C. H. Beck, München, 764 Seiten.

Fleur Jaeggy: "Die letzten Tage von Ingeborg - Ingeborg Bachmann aus nächster Nähe", aus dem Italienischen von Barbara Schaden Suhrkamp-Verlag, 44 Seiten.

Ingeborg Bachmann: "Malina", kompakt kommentiert, im Rahmen der "Salzburger Bachmann Edition" hrsg. von Renate Langer und Caroline Scholzen, Suhrkamp-Verlag, 816 Seiten.

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