APA-IMAGES/DPA/PHILIPP VON DITFURTH
Moment - Kulinarium
Olivenöl aus Österreich
Utopische Spinnerei oder lukrative Zukunftsvision?
26. Juni 2026, 15:30
2016 wurde bei Franz Günther, Inhaber eines Installationsbetriebs in Amstetten, Hautkrebs diagnostiziert. Nach einer erfolgreichen Operation nahm er sich eine zweiwöchige Auszeit. Dabei entdeckte er im Internet, dass man früher Olivenöl gegen Hautkrankheiten eingesetzt hat, und er beschloss, selbst Olivenbäume anzupflanzen, um Öl zu produzieren. Seine Frau Sabine Haider war von Anfang an begeistert von der Idee. Die beiden kauften nach und nach drei Hektar Grund rund um Mörbisch, setzten mehr als 700 Olivenbäume und verlegten auch ihren Hauptwohnsitz dorthin. 2023 pressten sie aus ihren Oliven in Italien ihr erstes Öl.
Etwas später, 2022, setzte auch der steirische Obstbauer Martin Mittendrein seine ersten Olivenbäume. Wie seine Kollegen im Burgenland hatte er anfangs Probleme mit Schädlingen, Reh- und Hasenfraß. Mit der Zeit entwickelte er immer effektivere Methoden, dagegen vorzugehen. Martin Mittendrein presste 2025 sein erstes Öl. Aus achtzig Kilo Ernte wurden sieben Liter Öl. In ein paar Jahren, so hofft der Landwirt, werden es mehrere hundert Liter sein. Erst heuer hat er auf einem neu gepachteten Hügel an einem Tag 2.000 neue Olivenbäume gesetzt.
Service
Moment-Kulinarium-Podcast abonnieren
Sendereihe
Gestaltung
- Jonathan Scheucher
